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Tschechien Angebote für RWE-Tochter eingereicht

Für die zum Verkauf stehende tschechische RWE-Tochter Net4Gas sollen vier Angebote eingegangen sein. Nettoschulden und Belastungen durch den Atomausstieg zwingen den Versorger zu Beteiligungsverkäufen.
20.08.2012 - 10:36 Uhr Kommentieren
RWE-Chef Peter Terium will bis Ende kommenden Jahres bis zu sieben Milliarden durch Verkäufe einnehmen. Quelle: Reuters

RWE-Chef Peter Terium will bis Ende kommenden Jahres bis zu sieben Milliarden durch Verkäufe einnehmen.

(Foto: Reuters)

Prag Für die zum Verkauf stehende tschechische RWE-Tochter Net4Gas haben einem Magazinbericht zufolge vier Bieter Angebote eingereicht. Hierzu gehöre der tschechische Finanzkonzern KKCG, berichtete das Magazin "Tyden" am Montag unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Zu den weiteren Bietern zählten ein Konsortium um den tschechischen Versorger EPH und der belgischen Fluxys, die australische Bank Maquarie sowie ein Bündnis aus der Allianz und Borealis Infrastructure Management. Ein Sprecher der tschechischen RWE-Tochter wollte sich dazu nicht äußern. Der Konzern hoffe, die Transaktion bis Anfang kommenden Jahres abzuschließen, sagte er. Vor wenigen Monten hatte RWE noch einen Verkauf in diesem Jahr in Aussicht gestellt.

Ein Insider hatte Reuters gesagt, Net4Gas könne mit rund 1,4 Milliarden Euro bewertet werden. Dagegen hatten Analysten von HSBC das Unternehmen auf 2,4 Milliarden Euro taxiert. Sie hatten jedoch erklärt, der Kaufpreis könne durch die Eröffnung konkurrierender Pipelines für den Gastransport aus Russland nach Westeuropa belastet werden. Net4Gas betreibt ein Netz mit einer Länge von 2500 Kilometern.


RWE-Chef Peter Terium will bis Ende kommenden Jahres bis zu sieben Milliarden Euro durch Beteiligungsverkäufe einnehmen. RWE drücken Nettoschulden von 34 Milliarden Euro. Zudem muss der Versorger wie auch der Konkurrent Eon Belastungen durch den beschleunigten Atomausstieg hinnehmen. RWE will sich unter anderem von Stadtwerkebeteiligungen und Geschäften der Öl- und Gasfördertochter RWE Dea trennen. Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte kritisierte, dass der Prozess zu langsam vorankomme.

 

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