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Turbinenbauer MTU stutzt Gewinnziele

Trotz eines starken Umsatzwachstums hat der Turbinen- und Triebwerkshersteller MTU seine Gewinnerwartungen gekürzt. Das Geschäft sei teilweise hinter den Erwartungen zurückgeblieben, heißt es aus München.
24.07.2013 Update: 24.07.2013 - 09:37 Uhr Kommentieren
Schlechte Zeiten für Turbinenmacher: Das erste Halbjahr verlief für MTU enttäuschend. Quelle: dpa

Schlechte Zeiten für Turbinenmacher: Das erste Halbjahr verlief für MTU enttäuschend.

(Foto: dpa)

München Der Triebwerkshersteller MTU hat wegen eines schwachen Ersatzteilgeschäfts überraschend seine Gewinnziele für 2013 zurückgefahren. Das bereinigte Ergebnis werde im Gesamtjahr 235 Millionen Euro betragen und damit lediglich auf dem Niveau des Vorjahres liegen, trotz eines erwarteten Umsatzwachstums um bis zu zwölf Prozent auf knapp 3,8 Milliarden Euro, teilten die Münchner am Mittwoch mit. Ursprünglich hätte das Ergebnis im gleichen Umfang wie der Umsatz wachsen sollen.

Grund für die Gewinnwarnung seien auch die neuen Großserienmodelle. "Es ist eine wichtige Grundlage für das zukünftige Wachstum der MTU, dämpft aber zunächst die Ergebnisentwicklung. Allerdings ist das Ersatzteilgeschäft in einzelnen Programmen hinter den Erwartungen zurückgeblieben und kann daher aktuell keinen vollständigen Ausgleich leisten", erklärte der scheidende Vorstandschef Egon Behle. "Darüber hinaus stagniert der Industriegasturbinen-Bereich. Die MTU rechnet im zweiten Halbjahr nur mit einer leichten Verbesserung dieses Trends."

Im zweiten Quartal war der MTU-Umsatz binnen Jahresfrist um gut fünf Prozent 907,5 Millionen Euro gestiegen. Vor allem Bestellungen von Triebwerken für den Airbus A320 und A80 sowie die Boeing -Maschinen 787 Dreamliner und 747-8 hätten die Einnahmen beflügelt, hieß es. Der bereinigte Gewinn sank allerdings nahezu im gleichen Maßstab auf 50,6 Millionen Euro. Im zivilen Servicegeschäft und mit militärischen Turbinen verdiente MTU weniger. Außerdem lahmt das Geschäft mit Industrieturbinen, deren Einsatz sich immer weniger rechnet.

Börsianer, die lange von MTU mit einem Erfolg nach dem anderen verwöhnt wurden, warfen die Aktien aus ihren Depots. Der Titel stürzte zu Handelsbeginn im MDax um zehn Prozent ab. "Wir sind von der Gewinnwarnung überrascht", erklärte DZ-Bank-Analyst Markus Turnwald. Die Auftragslage verspreche allerdings Trost. "Das Seriengeschäft wächst weiter und wird automatisch den Ersatzteilabsatz in den nächsten Jahren ankurbeln." Jüngst verschobene Wartungen müssten zudem früher oder später nachgeholt werden.

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