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U-Boot-Zulieferer Airbus will bei Atlas aussteigen

Airbus überprüft derzeit seine Aufstellung im Rüstungsgeschäft. Die Sparzwänge öffentlicher Auftraggeber machen der Sparte zu schaffen. Nun erwägt der Konzern einen Ausstieg beim Bremer Rüstungskonzern Atlas.
22.08.2014 - 19:59 Uhr Kommentieren
In Flugzeugsparte läuft es für Airbus rund. Beim Rüstungsgeschäft hapert es hingegen. Quelle: dpa

In Flugzeugsparte läuft es für Airbus rund. Beim Rüstungsgeschäft hapert es hingegen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Airbus erwägt laut einem Pressebericht den Verkauf seines Anteils an dem Bremer Rüstungskonzern Atlas Elektronik. Die Entscheidung könnte in den nächsten Monaten fallen, berichtete die „Welt“ am Freitag in ihrer Online-Ausgabe. Der europäische Flugzeugbauer hält 49 Prozent an dem Ausrüster für U-Boote, dem Industriekonzern ThyssenKrupp gehört der restliche Anteil.

Airbus überprüft derzeit seine Aufstellung im Rüstungsgeschäft, dem die Sparzwänge öffentlicher Auftraggeber zu schaffen machen. So tritt Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel für eine restriktivere Rüstungsexportpolitik in Deutschland ein.

Dagegen läuft es in der wichtigen Flugzeugsparte vergleichsweise rund, dort profitiert Airbus ähnlich wie Boeing vom Boom der zivilen Luftfahrt – aufstrebende Airlines in Asien und Billigflieger bestellen ebenso neue Maschinen wie kriselnde Fluggesellschaften, die mit spritsparenden Modellen ihre Kerosinkosten senken wollen. Zudem gilt Konzernchef Tom Enders als Manager, der lieber selbst das Sagen hat, als sich mit einer Minderheitsposition bei einer Beteiligung zu begnügen.

ThyssenKrupp dürfte dem Bericht zufolge ein Vorkaufsrecht auf den Airbus-Anteil haben. Als möglicher Interessent für Atlas gelte der französische Thales-Konzern. Das Unternehmen ging 2005 leer aus, als der britische Rüstungskonzern BAE Systems Atlas verkauft hatte. Bei ThyssenKrupp, Airbus und Thales wollte niemand eine Stellungnahme abgeben. Ein Atlas-Sprecher verwies auf die beiden Eigner.

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