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Überhöhte Medikamentenpreise Mailänder Justiz beschlagnahmt in Betrugs-Fall Novartis-Gelder

Eine Novartis-Tochtergesellschaft steht im Verdacht, in Italien in einen Betrug verwickelt zu sein. Die Justiz hat 2,3 Millionen Euro beschlagnahmt.
18.09.2020 - 14:56 Uhr Kommentieren

Im Rahmen einer Betrugsuntersuchung hat ein italienischer Richter 2,3 Millionen Euro beim Pharmakonzern Novartis beschlagnahmt. Dies zeigt ein der Nachrichtenagentur Reuters vorliegendes Dokument. Die italienische Tochtergesellschaft Novartis Farma SpA wird verdächtigt, überhöhte Medikamentenpreise kassiert zu haben. Novartis erklärte, das Unternehmen weise die „haltlosen“ Anschuldigungen der Mailänder Staatsanwaltschaft zurück.

Der mit der Untersuchung betrauten Finanzpolizei zufolge sollen neun private Krankenhäuser in Mailand zwischen 2013 und 2018 an dem Programm teilgenommen haben, das den Finanzen der Region Lombardei geschadet habe. Gemäß dem Beschlagnahmungs-Erlass, der von Reuters eingesehen werden konnte, bezahlten die Krankenhäuser für die Arzneien weniger, als ihnen von der Region erstattet wurde. Der Krankenhaus-Betreiber, die San-Donato-Gruppe, hatte in dem Zusammenhang im Dezember letzten Jahres bereits 10,2 Millionen Euro Schadenersatz gezahlt.

Novartis erklärte, dem Unternehmen seien die wirtschaftlichen Vereinbarungen zwischen den Krankenhäusern und den Regionalregierungen nicht bewusst gewesen. In den Fall verstrickt ist gemäß dem Dokument auch die amerikanische Mylan. Einer direkt mit der Sache vertrauten Person zufolge hat der US-Pharmakonzern einen Vergleich vorgeschlagen, der eine Geldstrafe von 200.000 Euro und die Beschlagnahmung von 1,2 Millionen Euro umfasse. Mylan wollte sich nicht äußern.

Mehr: Novartis und Roche müssen in Frankreich Strafen bezahlen. Sie sollen trotz günstigerer Alternative ein teures Medikament gegen eine Augenkrankheit gefördert haben.

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