Übernahme durch ACS Deutsche Bank stärkt Hochtief im Abwehrkampf

Der Baukonzern Hochtief verstärkt seine Abwehr gegen den spanischen Konkurrenten ACS. Neben der US-Investmentbank Goldman Sachs berät nun auch die Deutsche Bank den größten Baukonzern Deutschlands beim Kampf gegen eine Übernahme durch den südeuropäischen Rivalen.
  • Georg Weishaupt
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Baukräne von Hochtief in Düsseldorf: Der Baukonzern bekam vor gut einer Woche ein Übernahmeangebot von ACS. Quelle: ap

Baukräne von Hochtief in Düsseldorf: Der Baukonzern bekam vor gut einer Woche ein Übernahmeangebot von ACS.

(Foto: ap)

DÜSSELDORF. "Die Deutsche Bank berät uns ab sofort mit einem Team", sagte ein Hochtief-Sprecher am Montag auf Anfrage.

In der vergangenen Woche hatte der größte deutsche Baukonzern bereits die US-Investmentbank Goldman Sachs als Berater an Bord geholt. Deren Deutschlandchef Alexander Dibelius werde sich an der Abwehr persönlich beteiligen, hieß es. Schon seit zwei Jahren berät die Schweizer Bank Credit Suisse den Essener Konzern. Außerdem steht die Rechtsanwaltskanzlei Hengeler Mueller dem unfreiwilligen Übernahmekandidaten Hochtief zur Seite.

Der spanische Bau- und Energiekonzern ACS hatte Hochtief vor gut einer Woche mit einem Übernahmeangebot überrascht. ACS kündigte an, seinen Anteil in einem ersten Schritt von heute 29,98 auf über 30 Prozent zu erhöhen. Im zweiten Schritt wollen die Spanier Aktien über die Börse kaufen, um "knapp über 50 Prozent" zu erreichen und damit Hochtief zu kontrollieren.

Hochtief-Chef Herbert Lütkestratkötter rät seinen Aktionären auf der Homepage des Konzerns, abzuwarten, "keine Entscheidung zu treffen und engen Kontakt mit Hochtief zu halten". Wenn dann voraussichtlich Anfang November das offizielle Übernahmeangebot von ACS vorliegt, will der Konzern dazu eine Empfehlung an seine Aktionäre aussprechen.

ACS plant, seinen Anteil an Hochtief durch einen Aktientausch zu erhöhen. Das Angebot entspricht einem Kaufpreis von 55,68 Euro je Aktie von Hochtief. Er liegt damit deutlich unter dem aktuellen Börsenkurs, der sich am Montag bei mehr als 62 Euro bewegte. Deshalb laufen Aktionärsschützer von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) in Düsseldorf und der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) in München Sturm gegen das ihrer Meinung nach "unattraktive Übernahmeangebot".

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