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Übernahme genehmigt Bayer macht in chinesische Medizin

Das chinesische Handelsministerium hat die Übernahme von Dihon Pharmaceutical durch Bayer genehmigt. Mit dem Zukauft wollen die Leverkusener in das Geschäft mit traditioneller chinesischer Medizin einsteigen.
04.07.2014 Update: 04.07.2014 - 13:34 Uhr Kommentieren
Fahnen mit dem Markenzeichen des Chemie- und Pharmakonzerns Bayer: Bayer erschließt sich ein neues China-Geschäft. Quelle: dpa

Fahnen mit dem Markenzeichen des Chemie- und Pharmakonzerns Bayer: Bayer erschließt sich ein neues China-Geschäft.

(Foto: dpa)

Shanghai Die chinesischen Behörden haben Bayer grünes Licht für den Kauf von Dihon Pharmaceutical gegeben. Das chinesische Handelsministerium genehmigte am Freitag die Übernahme. Mit der Akquisition von Dihon steigt der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern in das Geschäft mit traditioneller chinesischer Medizin ein.

Das 1997 gegründete Unternehmen aus Yunnan erzielte im vergangenen Jahr mit rund 2400 Beschäftigten einen Umsatz von 123 Millionen Euro. Präparate von Dihon werden auch in Nigeria, Vietnam, Myanmar und Kambodscha vertrieben. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Bayer will nach Auskunft eines Sprechers die Übernahme bis Jahresende unter Dach und Fach bringen. Einige Genehmigungen stünden noch aus.

Dihon stellt Medikamente auf pflanzlicher Basis her. Zudem produziert die Firma rezeptfreie Präparate gegen Schuppen und andere Kopfhautprobleme sowie Cremes gegen Hautpilz. In China entfällt rund die Hälfte des Marktes mit rezeptfreien Arzneien auf Medikamente der traditionellen Medizin. Völlig neu ist für Bayer dieses Geschäftsfeld nicht: Die Leverkusener hatte im vergangenen Jahr die Firma Steigerwald übernommen, die Medizin auf rein pflanzlicher Basis herstellt.

Bayer ist mit Mitteln wie Aspirin, Alka-Seltzer und der Wundsalbe Bepanthen einer der weltgrößten Hersteller von rezeptfreien Arzneien und Gesundheitspräparaten. Das erklärte Ziel von Konzern-Chef Marijn Dekkers: Die Spitzenposition zu erlangen.

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    Im Mai hatte Bayer angekündigt, die Gesundheitsprodukte-Sparte des US-Rivalen Merck & Co für 10,4 Milliarden Euro zu übernehmen. Zu dem Geschäft zählen unter anderem das Allergie-Präparat Claritin, das Mittel Miralax gegen Magen-Darm-Erkrankungen und die Fußpflege-Marke Dr. Scholl's.

    • rtr
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