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Übernahme Kurssturz bei AMS weckt Zweifel an Kapitalerhöhung für Osram-Kauf

Die Corona-Krise hat dem Sensorik-Konzern einen hohen Kursverfall der Aktien eingebrockt. Sie könnte auch die geplante Kapitalerhöhung verhindern.
17.03.2020 - 16:04 Uhr Kommentieren
Corona: AMS-Kurssturz weckt Zweifel an Kapitalerhöhung für Osram-Kauf Quelle: Reuters
AMS

Für die Österreicher ist die Kapitalerhöhung ein wichtiger Baustein zur Finanzierung der Übernahme von Osram.

(Foto: Reuters)

München, Wien Die Coronavirus-Krise hat dramatische Auswirkungen auf die Übernahme von Osram durch den deutlich kleineren österreichischen Sensorik-Konzerns AMS. Nach einem Kurssturz der AMS-Aktie steht die geplante Kapitalerhöhung infrage, mit der die Milliarden-Akquisition teilfinanziert werden sollte.

„Wir sehen uns in unseren Befürchtungen bestätigt, dass die Finanzierung so wackelig ist, dass es ganz schnell in eine Schieflage geraten kann“, sagte Aufsichtsratsvize Klaus Abel von der IG Metall dem Handelsblatt. „Im Moment habe ich da große Sorge.“

In der Osram-Zentrale in München herrscht große Verunsicherung. „Niemand weiß, wie das jetzt ausgeht“, hieß es in Industriekreisen. „Bei Osram sitzen sie jetzt über den Zahlen und rechnen durch, was das alles bedeuten könnte“, sagt ein Insider.

AMS hat sich mit einem Übernahmeangebot von 41 Euro je Aktie die Osram-Mehrheit gesichert. Noch ist der Kauf aber nicht vollzogen, derzeit besitzen die Österreicher gut 23 Prozent der Aktien, die sie über die Börse gekauft hatten.

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    Osram hatte sich lange gegen die Übernahme durch AMS gewehrt – sich nach Abschluss einer Investorenvereinbarung aber in sein Schicksal gefügt. Doch nun wächst wieder die Unruhe. Der Crash an den Börsen und der Absturz der Aktie des österreichischen Sensorik-Konzerns wird zu einer immer größeren Hürde.

    Gelassenheit in Unternehmenskreisen

    Die Kapitalerhöhung mit dem Ziel, 1,65 Milliarden Euro einzusammeln, ist in Gefahr. Die Aktie der in Zürich notierten AMS sank bis Dienstagmittag um weitere fünf Prozent auf 9,08 Schweizer Franken. Damit wird es für die Anteilseigner unattraktiv, die bei der Kapitalerhöhung angebotenen 190 Millionen Aktien zu zeichnen.

    In österreichischen Unternehmenskreisen wird unterdessen Gelassenheit verbreitet. Es gebe sowohl von den größeren AMS-Anteilseignern als auch von neuen Investoren positives Feedback bei der Kapitalerhöhung.

    Man rechne damit, dass diese wie geplant über die Bühne gehe. Die Finanzierung der Übernahme sei aber in jedem Fall gesichert. Eine Anfrage des Handelsblatts zur Kapitalerhöhung ließ AMS unbeantwortet.

    Die Österreicher hätten auch eine Brückenfinanzierung, die es ihnen erst einmal ermögliche, das Gebot auch ohne Kapitalerhöhung zu bezahlen, hieß es in Industriekreisen. „Die Frage ist aber, wie dann die Anschlussfinanzierung aussehen soll.“

    Der im steirischen Premstätten beheimatete Konzern stellt Chips und Sensoren her. Wichtigster Kunde ist der Handyhersteller Apple, der seit Wochen stark unter den Folgen der weltweiten Coronakrise leidet. An der Börse wird AMS derzeit nur mit rund 750 Millionen Euro bewertet. Die Aktie hatte innerhalb eines Monats rund zwei Drittel an Wert verloren.

    Die Kapitalerhöhung wird von den Banken HSBC und UBS begleitet. Sollte sie scheitern, müssten die Finanzinstitute die Aktien in ihre Bücher aufnehmen. So weit wird es aber voraussichtlich nicht kommen, denn AMS hat sich im Emissionsprospekt vorsorglich einen Ausweg offengehalten. Die Kapitalerhöhung kann bei „Änderung an den Finanzmärkten, einem Unglück oder einer Krise“ gestoppt werden.

    Mehr: Der Sensor-Spezialist weitet seine Beteiligung an dem Lichtkonzern Osram aus.

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