Übernahme von Conforama Möbelriese Steinhoff greift in Europa an

Steinhoff International, einer der größten Möbelhersteller der Welt, will mit der Übernahme der französischen Möbelkette Conforama sein Europa-Geschäft ausbauen. Das südafrikanische Unternehmen mit deutschen Wurzeln steht derzeit mit Conforama-Eigner PPR in exklusiven Übernahme-Verhandlungen, wie beide Unternehmen am Donnerstag mitteilten.
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François-Henri Pinault: Der PPR-Chef hat lange nach einem Käufer für die Möbelkette Conforama gesucht. Quelle: dpa

François-Henri Pinault: Der PPR-Chef hat lange nach einem Käufer für die Möbelkette Conforama gesucht.

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PARIS. Laut dem PPR-Management läge der Gesamtkaufpreis bei rund 1,5 Milliarden Euro.

Conforama ist im französischen Möbelmarkt die Nummer zwei nach Ikea und betreibt insgesamt 241 Geschäfte, unter anderem auch in der Schweiz, Spanien, Portugal und Italien. Steinhoff unterhält bis dato 951 Geschäfte in Europa.

PPR hat lange nach einem Käufer für sein Möbelgeschäft gesucht. Die Holding der Milliardärsfamilie von François Pinault will sich auf das Luxus- und Lifestyle-Geschäft konzentrieren. Zu PPR gehören bekannte Marken wie Gucci und Puma. Auch das Versandhaus Redcats und die Elektronik-Kette Fnac sollen daher verkauft werden. Mit dem Geld will die Holding weitere Luxus- und Sportmarken kaufen, laut Presseberichten ist PPR nun an Quicksilver interessiert.

Der Möbelriese Steinhoff wurde im Jahr 1964 von Bruno Steinhoff gegründet, am Anfang importierte das Unternehmen Möbel aus der DDR. 1998 ließ Steinhoff das Unternehmen an der Börse in Johannesburg notieren. Heute zählt die Gruppe zu den größten Möbelspezialisten der Welt mit einem Umsatz von umgerechnet 4,8 Milliarden Euro und einem Gewinn von knapp 400 Millionen Euro. Insgesamt betreibt die Gruppe über 1 100 Geschäfte, der Großteil davon in Großbritannien, Mitteleuropa und Australien.

"Sollte die Transaktion zustande kommen, würden wir unsere Position als einer der führenden europäischen Möbel- und Haushaltswaren-Anbieter stärken", erklärte Steinhoff-Chef Markus Jooste. Laut Bloomberg-Berechnungen beträgt der Kaufpreis für Conforama das 6,1-fache des Vorsteuergewinns (Ebitda). Dies erachten Analysten als einen vernünftigen Preis.

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