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Übernahmeangebot Bieter AMS hat Osram Zusagen für mindestens drei Jahre gegeben

Osram hat einer Kooperationsvereinbarung zugestimmt. Geht es nach dem Premstättener Konzern, muss der Leuchtmittelhersteller noch Stellen abbauen.
Update: 22.08.2019 - 16:35 Uhr Kommentieren
AMS sieht weiteren Restrukturierungsbedarf bei Lichtkonzern Osram
Osram

Die Mitarbeitervertreter des Lichtkonzerns haben sich gegen eine Übernahme durch AMS ausgesprochen.

Wien Der Chiphersteller AMS ist bei einer Übernahme des Lichtkonzerns Osram nach dessen Angaben mindestens drei Jahre an Zusagen zur Standort- und Beschäftigungssicherung gebunden. Teile der von Osram und AMS unterzeichneten Kooperationsvereinbarung gälten sogar länger, sagte Osram-Chef Olaf Berlien am Donnerstag in einer Telefonkonferenz mit Analysten. „Wir haben eine Bindung von drei Jahren, und wir haben, was alle Arbeitnehmer-Teile betrifft, eine Bindung von fünf Jahren.“

Im Rennen mit den Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle hatte der österreichische Chiphersteller AMS am Mittwochabend eine wichtige Hürde genommen. Der deutsche Lichttechnikkonzern billigte den Plan von AMS, ein offizielles Kaufangebot vorzulegen.

Osram hob auf Wunsch der Österreicher ein Stillhalteabkommen auf und stimmte einer Kooperationsvereinbarung zu. Damit verpflichtet sich AMS, im Falle einer Übernahme bestehende Vereinbarungen von Osram mit seinen Beschäftigten anzuerkennen. Die IG Metall kritisiert das Papier jedoch als unzulänglich und zu wenig verbindlich.

AMS sieht bei Osram Bedarf für einen Stellenabbau. Der laufende Konzernumbau bei den Münchnern sei sicherlich noch nicht zu Ende, sagte AMS-Finanzchef Michael Wachsler-Markowitsch im Reuters-Interview.

Osram-Chef Berlien räumte selbst ein, dass bei einer Übernahme durch AMS ein Arbeitsplatzabbau wahrscheinlicher sei als bei einer Übernahme durch Bain und Carlyle. „Wenn man einen strategischen Investor hat, gibt es mehr Synergien“, sagte der Osram-Chef. „Je höher die Synergien, desto größer ist das Risiko, dass es eine große Anzahl an Stellenstreichungen weltweit gibt, nicht nur in Deutschland.“

AMS will Bain und Carlyle überbieten. Das Unternehmen aus Premstätten bei Graz plant ein 4,3 Milliarden Euro schweres Angebot über 38,50 Euro je Aktie und will dieses nun zur Genehmigung bei der Finanzaufsicht Bafin einreichen. Das Konsortium von Bain und Carlyle bietet 35 Euro je Aktie, was einem Unternehmenswert von vier Milliarden Euro entspricht.

Beide konkurrierenden Parteien wollen Osram nur dann übernehmen, wenn sie jeweils mindestens 70 Prozent der Aktien einsammeln können. Die Osram-Aktie sieg am Donnerstag um 1,6 Prozent auf 36,85 Euro.

Das Angebot von Bain und Carlyle läuft derzeit bis 5. September. Wenn die Bafin den Österreichern bis dahin erwartungsgemäß grünes Licht gibt, verlängert sich die Laufzeit der Offerte von Bain und Carlyle so, dass beide Angebote parallel laufen, voraussichtlich bis Anfang Oktober. Einige Verfahrensbeteiligte rechnen dann mit einem Wettbieten

Mehr: AMS will Osram übernehmen. Bei der Ex-Siemens-Tochter gibt es aber weiterhin Skepsis gegenüber der Strategie von AMS.

  • rtr
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