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Umfrage Ausländische Firmen mögen Deutschland

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"Blickt man auf die aktuelle Wirtschaftsentwicklung, scheint Deutschland eher der Hauptverlierer der Krise zu sein als der Gewinner - kaum ein anderes Land in Europa erlebt aktuell einen derart starken Einbruch der Wirtschaft", gibt Englisch zu bedenken. Offensichtlich geht aber die Mehrheit der Befragten davon aus, dass die Krise in einem überschaubaren Zeitraum überstanden sein wird. Und sie trauen Deutschland zu, trotz der aktuell sehr schwierigen Lage gerade in der Industrie den Abschwung zu meistern und relativ stabil durch die Krise zu navigieren.

"Möglicherweise genießt Deutschland bei ausländischen Unternehmen ein so hohes Vertrauen, weil der Standort in den vergangenen Jahren gezeigt hat, dass er schwierige Situationen erfolgreich meistern kann", so Englisch. Beispiele seien die Bewältigung der deutschen Vereinigung mit ihren erheblichen ökonomischen Belastungen, aber auch die Fitnesskur, der sich das Land unterzogen hat - Stichworte: Abbau des Haushaltsdefizits, Agenda 2010, Senkung der Lohnstückkosten.

Ist das Vertrauen der Manager in den Standort Deutschland gerechtfertigt? Englisch unterscheidet zwei mögliche Szenarien: "Falls die Weltwirtschaft bereits im Jahr 2010 wieder ein positives Wachstum aufweist und die Globalisierung wieder an Fahrt gewinnt, würde sich Deutschland wahrscheinlich schneller erholen als die westeuropäischen Nachbarn, die zum Teil schwierige strukturelle Anpassungsprozesse insbesondere auf den Immobilienmärkten vor sich haben".

Im Fall einer länger andauernden Krise stünde Deutschland aber vor erheblichen Problemen, so Englisch: "Wie lange kann die deutsche Industrie, wie lange können die deutschen Industrieunternehmen diese Durststrecke noch überstehen, ohne dass es zu massiven und auch in einer Aufschwungphase nicht mehr zu kompensierenden Ausfällen kommt?" Unbedingt müsse verhindert werden, dass der Standort Deutschland strukturell geschädigt werde, so Englisch.

Auch die Zukunft des Standorts Deutschland wird überwiegend positiv gesehen: 37 Prozent der Befragten erwarten, dass Deutschlands Attraktivität in den kommenden drei Jahren zunehmen wird, nur elf Prozent erwarten eher eine negative Entwicklung.

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