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Umfrage Deutsche Unternehmen in den USA bleiben optimistisch

Bei den deutschen Tochterunternehmen rechnen 91 Prozent mit Wachstum, 20 Prozent planen sogar Übernahmen. Aber eine große Mehrheit will freie Märkte und braucht bessere Fachkräfte.
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Zölle hatten negative Auswirkungen auf einzelne deutsche Unternehmen in den USA. Quelle: AFP
New York

Zölle hatten negative Auswirkungen auf einzelne deutsche Unternehmen in den USA.

(Foto: AFP)

New YorkDonald Trump, Handelskrieg und Zölle können der positiven Stimmung der deutschen Unternehmen in den USA nicht viel anhaben. Nach einer Umfrage der deutsch-amerikanischen Handelskammer GAAC rechnen 91 Prozent der befragten Unternehmen mit einem Wachstum im laufenden Jahr.

Das sind zwar nicht mehr die 100 Prozent, die im vergangenen Jahr zum ersten Mal erreicht wurden. „Aber die Auftragsbücher unserer Mitglieder sind immer noch voll. Die Kunden sind hier“, sagte der scheidende Chairman der Kammer, Caroll Neubauer, dem Handelsblatt.

20 Prozent der Befragten planen sogar Übernahmen hier in diesem Jahr – elf Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Die größten Sorgen bereiten den amerikanischen Töchtern der deutschen Unternehmen der Fachkräftemangel und die Unsicherheit in Hinblick auf die Handelspolitik.

Trotz erster Anzeichen eines Abflauens der Konjunktur ist die Wirtschaft in den USA immer noch stark. Das liegt auch an den Steuersenkungen für Unternehmen und der Deregulierung, die Präsident Donald Trump durchgesetzt hat. Davon hat auch Neubauer als Chairman und CEO von B. Braun Medical profitiert.

Negative Auswirkungen hatten dagegen Zölle auf einzelne deutsche Unternehmen. „Unserem Unternehmen haben die Aluminiumzölle sehr geschadet. Wir haben dadurch Mehrkosten in Höhe von 20 Prozent“, sagt Peter Riehle, Präsident und Vorstandsvorsitzender des Werkzeugmaschinen-Spezialisten Wittenstein Holding in den USA dem Handelsblatt. „Zölle sind immer Gift“, ist Riehle überzeugt, der Neubauer als Handelskammerpräsident nachfolgt.

In der Umfrage gaben 90 Prozent der befragten Unternehmen an, dass offene Märkte für sie wichtig sind. Im Handelskrieg mit China könnten die Interessen der Europäer allerdings mit denen der Amerikaner übereinstimmen, gibt die Führung der Kammer zu bedenken. „Wir würden doch beide von einem besseren Zugang zum chinesischen Markt profitieren“, sagte Riehle.

Fachkräftemangel ist das größte Problem

Der Mangel an gut ausgebildeten Arbeitern bleibt für 87 Prozent der befragten Unternehmen in den USA ein Problem. 78 Prozent gaben zudem an, es sei schwierig, Visa für qualifizierte Leute zu bekommen. Das sind 20 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, haben die verschiedenen Ableger der deutsch-amerikanischen Kammer duale Ausbildungssysteme für deutsche und amerikanische Unternehmen nach dem Vorbild der deutschen Lehre entwickelt.

Deutsche Töchter bekommen Shutdown zu spüren

Nicht nur Zölle und Fachkräftemangel beschäftigt die deutschen Unternehmen derzeit in den USA: Zum Beginn diesen Jahres hat sich auch der Haushaltsstopp bei den deutschen Töchtern bemerkbar gemacht. „Bei B. Braun haben wir mit Verzögerungen bei den Zulassungen zu kämpfen und wir warten auch auf eine SEC-Entscheidung“, berichtet Neubauer.

Auch sein Kammer-Kollege Riehle leidet unter den Folgen des Shutdowns. „Bei uns hängen Visa und Immigrationsanträge in der Warteschleife“ berichtet der Wittenstein-CEO. Beide rechnen damit, dass es drei bis vier Monate dauern werde, bis die Behörden die Fälle alle aufgearbeitet haben.

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