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Umfrage Industrie der Euro-Zone im Minus – Deutschland schwach

Die Industrie der Euro-Zone muss laut einer Umfrage seit 2013 erstmals Geschäftseinbußen verbuchen. Auch 2019 wird laut Experten ein „hartes Jahr“.
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Der Abschwung der deutschen Industrie macht sich in der Euro-Zone bemerkbar. Quelle: dpa
Deutsche Industrie

Der Abschwung der deutschen Industrie macht sich in der Euro-Zone bemerkbar.

(Foto: dpa)

BerlinDie Industrie der Euro-Zone hat wegen des verschärften Abschwungs in Deutschland erstmals seit fünfeinhalb Jahren wieder Geschäftseinbußen verkraften müssen. Der Einkaufsmanagerindex fiel im Februar um 1,2 auf 49,3 Punkte, wie das Markit-Institut am Freitag zu seiner monatlichen Umfrage unter Tausenden Unternehmen mitteilte. Damit unterschritt das Barometer erstmals seit Juni 2013 die Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

Die deutlichsten Rückgänge verzeichneten Deutschland und Italien. „Neben den weit verbreiteten Ängsten vor einem möglichen Handelskrieg und den Sorgen hinsichtlich der globalen Konjunkturperspektiven haben der Nachfrage auch die wachsende politische Unsicherheit – einschließlich Brexit – geschadet“, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson.

Besorgniserregend sei der sinkende Auftragseingang. „Dieser ging so rasant zurück wie zuletzt vor sieben Jahren und fiel damit noch stärker aus als der Produktionsrückgang“, erklärte Williamson. „Dies deutet darauf hin, dass die Produktion in den kommenden Monaten noch stärker heruntergefahren werden dürfte, sollte die Nachfrage nicht wieder anziehen.“

Das deutsche Barometer fiel um 2,1 auf 47,6 Punkte und damit auf den schlechtesten Wert seit mehr als sechs Jahren. „Der erneut starke Rückgang der Exportorder wog dabei besonders schwer“, sagte Markit-Experte Phil Smith. „Für 2019 rechnen die Industrieunternehmen mit einem harten Jahr.“ Negativ auswirken dürften sich vor allem die Unsicherheit wegen des Brexits, die Gefahr von Handelskriegen sowie wachsende Sorgen über eine Abschwächung, die über den Automobilsektor hinausgehen könnte.

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