Umsatzrückgang Kampf um Apotheken macht Celesio zu schaffen

Bei Celesio gehen 2013 Umsatz und Gewinn zurück. Auf die Dividende soll das Ergebnis aber keine Auswirkungen haben. Für das laufende Jahr plant der Pharmahändler wieder mit Wachstum.
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Mitarbeiterin nimmt ein Medikament aus dem Regal: Die Schlacht um die tiefsten Preise drückt bei Celesio auf den Gewinn. Quelle: dpa

Mitarbeiterin nimmt ein Medikament aus dem Regal: Die Schlacht um die tiefsten Preise drückt bei Celesio auf den Gewinn.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer harte Preiskampf um die Gunst der Apotheken nagt an den Gewinnen des Pharmahändlers Celesio. Mit seinem neuen Mehrheitsbesitzer, dem US-Konzern McKesson, will das Stuttgarter Unternehmen aber in diesem Jahr beim Ergebnis wieder auf Wachstum umschwenken. Dabei baut das Unternehmen neben seinem Sparkurs auch auf den Ausbau seines Apothekennetzes in Europa, wie Celesio am Dienstag in Stuttgart mitteilte. Den Aktionären versprach Celesio-Chefin Marion Helmes eine stabile Dividende von 30 Cent je Aktie.

Im vergangenen Jahr sank der bereinigte Betriebsgewinn (Ebit) um 4,8 Prozent auf 423,6 Millionen Euro, was im Rahmen der Analystenprognosen lag. Vor einigen Jahren hatte hierzulande schon einmal ein Preiskrieg unter den großen Pharmahändlern getobt. Damals hatten sich alle Firmen eine blutige Nase geholt. Auch diesmal drücken die Kampfpreise auf die Ergebnisse. Celesio gelang es nach eigenen Angaben 2013 nicht, die Einbußen durch Sparanstrengungen wettzumachen. Der bereinigte Überschuss sank um 7,5 Prozent auf 186,4 Millionen Euro.

Celesio setzte im vergangenen Jahr 21,4 Milliarden Euro um - ein Minus von 3,9 Prozent. Nicht nur der Kursanstieg des Euro, auch die Trennung von Geschäften in Tschechien und in Irland machte sich bemerkbar. Im laufenden Jahr setzt Konzernchefin Helmes vor allem auf schlankere Kosten und den weiteren Ausbau des Netzes an Apotheken in Europa unter dem Markennamen „Lloyds“. Inzwischen gebe es über 100 Pilotapotheken, erklärte Celesio. Helmes stellte für 2014 einen leichten Anstieg des bereinigten Betriebsgewinns (Ebit) in Aussicht.

Celesio gehört inzwischen zu mehr als 78 Prozent dem in San Francisco ansässigen McKesson-Konzern. Die Amerikaner, die in den USA bereits zu den führenden Pharmahändler zählen, sind mit der mehr als sechs Milliarden Euro teuren Übernahme nun auch in Europa in die Top-Liga der Branche aufgestiegen. McKesson-Chef John Hammergren ist inzwischen Aufsichtsratschef des Stuttgarter Konzerns. Die Amerikaner wollen Celesio von der Börse nehmen.

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