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Umstrukturierung in Nord- und Südamerika BASF will Styropor-Geschäft verkaufen

Der deutsche Chemiekonzern will sein Geschäft in Nord- und Südamerika umstrukturieren. Dazu gehört auch der Verkauf des Styropor-Geschäfts. Im Gegenzug erhält BASF ein anderes Kunsstoffgeschäft.
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BASF struktuiert sein Geschäft mit Kunststoffen in Süd- und Nordamerika um. Quelle: dpa

BASF struktuiert sein Geschäft mit Kunststoffen in Süd- und Nordamerika um.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer weltgrößte Chemiekonzern BASF sortiert seine Kunststoff-Aktivitäten in Nord- und Südamerika neu. Unter anderem werde BASF sein Geschäft mit Polystyrol-Schaumstoff (EPS) in Nord- und Südamerika an den mexikanischen Petrochemiekonzern Alpek verkaufen, wie die beiden Unternehmen am Donnerstag gemeinsam mitteilten. Der mexikanische Konzern betreibt bereits in Amerika die größte Anlage für diesen Kunststoff, der unter dem Namen Styropor als Dämmstoff eingesetzt wird. Darüber hinaus vereinbarten die beiden Unternehmen, ihr Gemeinschaftsunternehmen Polioles mit Sitz in Mexiko-Stadt umzubauen. So erwerben die Mexikaner das bei Polioles angesiedelten EPS-Geschäft - BASF kauft im Gegenzug alle Polyurethan-Aktivitäten des Joint Ventures.

„BASF wird ihr EPS-Geschäft auf strategische Märkte in Europa und Asien sowie auf Neopor konzentrieren, das wir in Deutschland und Korea herstellen“, erklärte der Leiter der BASF-Sparte Performance Materials, Raimar Jahn. BASF hatte bereits vor rund zwei Jahren wegen Überkapazitäten und niedrigen Gewinnspannen die Schließung von zwei EPS-Anlagen in Malaysia und in Indien angekündigt. Damals hatte der Konzern weitere Schritte in dem Geschäft in Aussicht gestellt und erklärt, sich künftig auf Neopor, eine Weiterentwicklung von Styropor, konzentrieren zu wollen.

Finanzielle Angaben zur Vereinbarung mit Alpek sowie Umsatzzahlen der Geschäfte wurden nicht genannt. Die gesamte Kapazität aller EPS-Anlagen, die Alpek übernehme, liege bei 230.000 Tonnen im Jahr, erklärten die Unternehmen. Rund 440 Beschäftigte seien von der Vereinbarung betroffen, die Mehrheit soll ihre Jobs trotz Firmenwechsels behalten. Die Kartellbehörden müssen der Transaktion noch zustimmen. BASF und Alpek erwarten, sie Anfang 2015 unter Dach und Fach zu bringen. Ihr Joint Venture Polioles soll sich dann auf Industrie- und Spezialchemikalien konzentrieren.

  • rtr
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