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Premium Umsturz bei Stada Ein Warnsignal für Manager und ihre Kontrolleure

Investoren haben es geschafft, den Chefaufseher von Stada abzuwählen. Auch wenn die Hauptversammlung für sie kein kompletter Erfolg war, ist der Umsturz ein positives Signal für die deutsche Aktionärskultur. Eine Analyse.
28.08.2016 - 14:46 Uhr
Erst in letzter Minute hat sich die Führung in Reaktion auf den Angriff von AOC Forderungen der Opponenten zu eigen gemacht. Quelle: Stada
Stada-Vorstände auf der Hauptversammlung

Erst in letzter Minute hat sich die Führung in Reaktion auf den Angriff von AOC Forderungen der Opponenten zu eigen gemacht.

(Foto: Stada)

„Yes, we can.“ Den Slogan, mit dem sich US-Präsident Barack Obama vor acht Jahren ins Weiße Haus kämpfte, können sich jetzt auch die Vertreter von Active Ownership Capital ans Revers heften. Beim Pharmahersteller Stada setzten sie einen weitreichenden Umbruch durch.

Die Einzelergebnisse der Hauptversammlung sprechen dabei keineswegs für einen durchschlagenden Erfolg der Angreifer. Nur einer ihrer vier Kandidaten erhielt eine Stimmenmehrheit. Weder der Aufsichtsrat im Ganzen noch der Vorsitz in dem Gremium ist im Sinne der AOC-Vertreter besetzt. Aber die Aktivisten schafften das seltene Kunststück, den amtierenden Aufsichtsratsvorsitzenden eines MDax-Unternehmens – ganz im Stile eines amerikanischen Proxy-Fights (eines Stimmrechtskampfes um die Firmenkontrolle) – abwählen zu lassen und durch einen eigenen Kandidaten zu ersetzen. Und sie können für sich beanspruchen, dass sie letztlich auch den Austausch von vier weiteren Aufsichtsrats-Positionen bei dem Pharmahersteller angestoßen haben.

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