Ungeahnte Leistungskraft Autokonzerne unterwegs zu Rekordgewinnen

Für die größten Autobauer der Welt könnte 2010 zum Rekordjahr werden. Der Branchenvergleich „Automotive-Performance“ zeigt: Nach der Krise sind etliche Hersteller längst zurück auf der Erfolgsspur. Auch den US-Herstellern ist das Comeback gelungen. Der Renditekönig kommt allerdings von einem anderen Kontinent.
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Futuristischer Konzeptwagen, Spitzenwert bei der Rendite: Hyundai lässt mit 8,7 Prozent die deuschen Premiumhersteller hinter sich. Quelle: Reuters

Futuristischer Konzeptwagen, Spitzenwert bei der Rendite: Hyundai lässt mit 8,7 Prozent die deuschen Premiumhersteller hinter sich.

(Foto: Reuters)

STUTTGART. Die weltgrößten Autobauer haben die Krise nicht nur schneller als erwartet weggesteckt, sie stehen 2010 sogar vor einem Rekordgewinnjahr. Das ist das Ergebnis des Branchenvergleichs "Automotive-Performance", den das Center of Automotive der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach zum sechsten Mal erstellt hat. Die bislang unveröffentlichte Studie liegt dem Handelsblatt vor.

Autoprofessor Stefan Bratzel hat dazu die Leistungskraft der 18 größten Autohersteller für das abgelaufene erste Geschäftshalbjahr 2010 verglichen und daraus auf Basis der Analyse von 15 einschlägigen Finanz- und Marktindikatoren eine Prognose erstellt. Kumuliert können die untersuchten Automobilhersteller "deutlich über 50 Mrd. Euro" vor Steuern und Zinsen verdienen. "Es ist durchaus möglich, dass das bisherige Rekordjahr 2007 mit 53,5 Mrd. Euro noch übertroffen wird", hat Bratzel errechnet. Mit 28 Mrd. Euro haben die Autohersteller in den ersten sechs Monaten bereits mehr als die Hälfte eingefahren.

Auffällig ist das starke Comeback der beiden US-Giganten Ford und General Motors, die von der Erholung ihres Heimatmarktes besonders profitieren und stark im Wachstumsmarkt China positioniert sind. Ford wurde im ersten Halbjahr 2010 sogar mit über 3,5 Mrd. Euro zum Spitzenverdiener. Die Umsatzrendite erreichte mit 7,3 Prozent einen erstaunlichen Wert für einen Massenhersteller, der noch ein Jahr zuvor tief in den roten Zahlen steckte.

Auch GM hat sich auf dem fünften Platz wieder erholt. Die neue Ertragskraft basiert aber vor allem auf den tiefen Einschnitten bei der Restrukturierung der vom Staat vor dem Konkurs geretteten Konzernen.

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