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Ungewisse Zukunft des Standorts Barsinghausen Bahlsen-Werk gerät in Schieflage

Der traditionsreiche hannoversche Keksproduzent Bahlsen ist mit der Auslastung seines Hauptwerks im niedersächsischen Barsinghausen unzufrieden. Seine Zukunft steht auf dem Spiel.

DÜSSELDORF/BARSINGHAUSEN. Die Fabrik, in der 700 von insgesamt rund 3 600 Mitarbeiter des Familienunternehmens beschäftigt sind, arbeite schon seit längerem unwirtschaftlich, berichtete Firmenchef Werner Michael Bahlsen auf einer Betriebsversammlung am Anfang dieser Woche in Barsinghausen.

Bahlsen wies Medienberichten zufolge auf die unverändert geringe Auslastung des Hauptwerkes hin, das über eine jährliche Produktionskapazität von 60 000 Tonnen Süßgebäck verfügt. Zuletzt wurden dort lediglich noch 40 000 Tonnen Kekse hergestellt.

Die Bahlsen-Führung bestätigte am Donnerstag, dass das Werk in Barsinghausen eine „nicht mehr zeitgemäßen Gebäude- und Infrastruktur mit daraus resultierenden hohen Fixkosten“ aufweise. Deshalb würden zurzeit alle Alternativen mit dem Ziel der Effizienzsteigerung“ geprüft. Eine Entscheidung über die Zukunft des Standorts Barsinghausen soll noch vor den Sommermonaten fallen.

Betroffene Bahlsen-Mitarbeiter befürchten, dass die Konzernleitung auch die komplette Schließung des Standorts nicht mehr ausschließt. Unternehmensinsider wussten zwar schon vorher über die mangelhafte Auslastung des Hauptwerkes Bescheid. Allerdings hat offenbar erst der neue Produktionschef Christoph Hollemann, der seit November 2007 im Amt ist, eine genaue Überprüfung aller Produktionsstandorte auf ihre Rentabilität eingeleitet.

Die Hiobsbotschaft aus Hannover schlug am Donnerstag auch deshalb wie eine Bombe ein, weil sich Firmenchef Bahlsen erst im Januar in Jubellaune präsentiert hatte. Zum ersten Mal seit Jahren hatte der Gruppenumsatz im vergangenen Jahr nennenswert um 5,1 Prozent auf 481 Mill. Euro zugelegt. Das Ergebnis sei aber bereits 2007 durch hohe Rohstoffkosten belastet gewesen, berichtete der Bahlsen-Chef seinerzeit, ohne Details zu nennen.

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