Unternehmen wie Lukoil können Rückgang der Ölförderung durch Yukos-Krise mehr als ausgleichen Russlands Ölindustrie steigert Produktion

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Während die Probleme bei Yukos Putin die Erfüllung seines Versprechens erschweren, kommt von anderer Seite Entwarnung: So konnte sich TNK-BP Ende der Woche einen Kredit über 500 Mill. Dollar sichern. Damit kann TNK-BP alte Verbindlichkeiten zu günstigeren Konditionen ablösen und seine Produktionspläne weiter verfolgen.

Auch die Zahlen des russischen Marktführers Lukoil belegen, dass ein nachhaltiges Produktionswachstums möglich ist. Der Konzern konnte seine förderbaren Reserven in den ersten sechs Monaten dieses Jahres weiter steigern. Lukoil hat die zweithöchsten Ölreserven weltweit nach dem US-Multi Exxon Mobil. Deshalb ist der Moskauer Konzern so interessant für ausländische Mineralölunternehmen: Die Nummer drei der USA, Conoco Phillips, will Ende September die noch in russischen Staatshänden verbliebenen 7,6 Prozent der Lukoil-Anteile ersteigern. Conoco-Chef James Mulva hatte nach einem Treffen mit Putin und dem Lukoil-Chef Wagit Alekperow gesagt: „Wir wollen ein großer Spieler in Russland werden.“ Der staatlich festgesetzte Startpreis liegt bei knapp zwei Mrd. Dollar.

Analysten in Moskau erwarten, dass Conoco über den Staatsanteil hinaus seine Lukoil-Beteiligung aufstocken wird – wenigstens auf eine Sperrminorität von 25 Prozent plus einer Aktie. „Acht Prozent Anteil sind in Russland soviel wert wie null – sie bringen keinerlei Einfluss auf die Unternehmenspolitik und den Cash-Flow", begründet ein westlicher Ölmanager in Moskau.

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