Unternehmer kritisieren Merkel „Politik darf die Wirtschaft nicht als Feind sehen“

Zu wenig Rücksicht auf die Bedürfnisse der Wirtschaft: So lautet das Urteil der deutschen Industrie. Die Enttäuschung der Manager über die Arbeit der Regierung ist groß. Nicht weil man Subventionen vermisst, sondern die Förderung von Schlüsseltechnologien der Zukunft.
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Kanzlerin Merkel spricht auf dem Tag der Deutschen Industrie: Wirtschaft fordert eigenes Industrieministerium. Quelle: dpa

Kanzlerin Merkel spricht auf dem Tag der Deutschen Industrie: Wirtschaft fordert eigenes Industrieministerium.

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HB. Die Topmanager sind von der schwarz-gelben Regierung enttäuscht - und machen daraus keinen Hehl. Das Vertrauen in die Regierung sei beschädigt, sagt Thyssen-Krupp-Chef Ekkehard Schulz. Jürgen Heraeus, Aufsichtsratschef des gleichnamigen Familienunternehmens, fordert die Politik auf, "mit der Wirtschaft zu arbeiten und sie nicht als Feind zu sehen".

Sowohl BDI-Präsident Hans-Peter Keitel als auch der designierte Präsident des Verbands der Chemischen Industrie und Evonik-Chef, Klaus Engel, wollen den Konflikt in den kommenden Tagen thematisieren. In Grundsatzreden werden sie für eine neue Industriepolitik plädieren. Heinz-Peter Schlüter, Aufsichtsratschef von Trimet Aluminium, wünscht sich gar ein "eigenes Industrieministerium".

Den Managern geht es nicht um Subventionen für notleidende Industrien, sondern um Schutz, Förderung und Planungssicherheit für Zukunftstechnologien wie Elektromobilität, Bio- und Nanotechnologie. "Ohne den Staat kann das Elektroauto sich nicht durchsetzen", sagt etwa Opel-Chef Nick Reilly. Der Staat müsse den Bau von Aufladestationen fördern und Standards setzen. Doch die Kanzlerin bremst. Ähnlich ergeht es der Chemie-, Luftfahrt- und Medienbranche.

Die Manager eint die Sehnsucht nach einem Staat, der sie unterstützt. "Wir brauchen eine moderne Industriepolitik", fordert Engel. Keitel will ähnlich klar zur Kanzlerin sprechen - wenn sie am Dienstag den BDI-Kongress besucht.

Der offene Schlagabtausch zwischen Wirtschaft und Politik begann vor vier Wochen. Damals hatten 40 hochkarätige Konzernlenker und Manager in einem "Energiepolitischen Appell" die Bundesregierung öffentlich kritisiert. "Eine Politik, die darauf setzt, den Haushalt mit neuen Energiesteuern zu sanieren, blockiert notwendige Investitionen in die Zukunft", hieß es darin. Mit einer Unterschriftenaktion - normalerweise ein Mittel der Arbeitnehmer - haben die Bosse ihren Appell fortgesetzt: 16 000 Menschen haben bereits unterschrieben.

Doch das war erst der Anfang. Immer mehr Manager melden sich inzwischen zu Wort. Und ihre Forderungen werden immer konkreter. Der designierte Chef des Bundesverbandes der Chemischen Industrie, Klaus Engel, wird in einer Grundsatzrede "eine moderne Industriepolitik" anmahnen. "Dabei müssen die Schlüsseltechnologien der Zukunft identifiziert und gefördert werden. Dazu gehören nicht nur die Mikroelektronik und Nanotechnologie, sondern auch die Biotechnologie sowie neue Werkstoffe", wird Engel demnächst an der Ruhr-Universität in Bochum fordern.

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  • Stimmt so nicht ganz, die Uni freiburg hat einen enormen wissenschaftlichen beitrag geleistet, kam neulich im TV.

    Als ich mir im Jahre 1996 selbstständig ein Thema für meine Diplomarbeit FH überlegte, wollte ich folgendes machen: Einen Sprachenübersetzer. Nun gut in english etc, gibt es das schon, so kam ich auf die idee Schwingungen von Tieren oder Pflanzen aufzuzeichnen und daraus eine Grammatik abzuleiten.
    Natürlich kapiert das keiner in Deutschland. So erzählte ich über meine idee, ich glaube einer hat überhaupt gerafft was ich machen wollte.

    Die Japaner sind übrigens damals schon in der Lage gewesen, Sensoren für Pflanzen zu verkaufen.

    Nun gut ich merkte dass die den Umfang einer Diplomarbeit übersteigt und eigentlich eine Dr. Arbeit wäre. Zudem hatte ich keine Fische zu Verfügung. ich wollte dies mit Fischen machen und habe mich bei SEA World in den USA beworben, doch die antworteten nicht auf meine Post.
    Da der Umfang zu groß war und ich kein messtechnischen Geräte und eine Ausbildung dazu habe,

    nun im Freiburg haben sie jetzt Schwingungen von Planzen festgestellt und aufgezeichnet.

    Gleichzeitig ist bekannt geworden, dass Mais selber in der Lage ist, Schädlinge abzuwehren und dies durch Überzüchtung oder Gentechnik, den Pflanzen wird diese Fähigkeit weggezüchtet.

    Dadurch würde die bekämpfung mit Pestiziden deutlich reduziert werden können.

    Und dafür sollte es einen Forschungspreis geben.

    Das ist echte herstellerunabhängige und förderungswürdige Forschung.

    Was dann folgen sollte ist die Umsetzung in die Praxis.

  • [15] Nichtwähler,
    zunächst will ich mal sagen, daß es die Royal Air Force noch gibt. Die andere RAF gibt es auch noch; sozusagen als "Schläfer" (Film: Telefon). Oder was machen die, die noch nicht gefaßt wurden (Jemen)?
    Grundsätzlich will ich sagen, daß jeder, der sich politisch äußert, gelistet wird und in Rechts oder Links kathegoriert wird. Wer sich in der Mitte verhält, gilt mehr als politischer Wirrkopf. Nun, ich zähle mich zu den "Wirrköpfen", weil ich auf eine soziale Wirtschaftsordung mit konservativen Werten hinaus will. Lagerkämpfer sind natürlich bei derartigen Vorschlägen verwirrt.
    http://www.bps-niedenstein.de/
    Da heute viel Kauderwelsch gesprochen wird und dies nur jeweilige insider verstehen, ist natürlich auch ein Rasiermesser gefährlich und im Zusammenhang mit "zerfetzten Chauffeurswagen" auch Zwieback.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Armee_Fraktion

    "Des Waldes Dunkel zieht mich an,
    doch muss zu meinem Wort ich stehn ...
    und Meilen gehen,
    bevor ich schlafen kann."

    http://de.wikipedia.org/wiki/Telefon_(Film)

    Nun, Lobbypolitik ist nicht nur ein Nullsummenspiel, es schadet dem Land nachhaltig bis zum Schlußgong.
    Deshalb meine ich, die Wirtschaft sollte selbst Politik machen und die Lebensräume mit der Logik der Produktion gestalten. Dies macht viel mehr Sozialstaat, mehr Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit.

  • @Peter Scholz
    "dieser brandgefährliche Kommentar liegt jetzt in ihrer Stasi-Akte"

    Weiß nicht, was daran brandgefährlich ist? Oder ist das Wort 'Rasiermesser' auch schon brandgefährlich? Stasi soll es ja eigentlich nicht mehr geben. Aber da gebe ich ihnen recht. Die Datensammler werden das wohl speichern. ist mir aber egal.

    "Sind Sie bei der RAF ?"

    Gibts die noch? Seit wann haben sie keine Nachrichten mehr gesehen?

    "Wissen Sie nicht, daß das schon als Gedanke verboten ist?"

    Das ist das deutsche Problem. Erst fragen, was verboten ist. immer schön verbeugen und fragen: Darf ich das?
    Die Gedanken sind frei. Nur Taten sind veboten. Und eigentlich sollte auch noch die Meinung frei sein. Aber da haut Peter Scholz in die gleiche Kerbe, wie die Sarrazin-Verächter. Machen Sie sich mal keine Sorgen. in Deutschland wird sich nichts ändern. Alle werden schön weiterschlafen und am Wahltag den berufslügnern ihre Stimme geben.

  • [13] Nichtwähler,
    dieser brandgefährliche Kommentar liegt jetzt in ihrer Stasi-Akte. ist ihnen das klar?
    Merkel lacht nach unten, wenn sie oben ist, Sie lacht normal, wenn ihr jemand auf gleicher Höhe ist. Und wenn sie nicht lacht, dann denkt sie über einen marxistisch-leninistischen Auswege nach.
    Seit Schabowskis Maueröffnungszettel-Debakel liest sie nichts mehr am Rednerpult ab. Alles frei erfunden! Es muß sich nur gut anhören!

    "Die Wirtschaftsbosse werden sich erst wieder mäßigen, wenn wir wieder bilder von durch Sprengstoff zerfetzten Chauffeurswagen in den Nachrichten sehen." Sind Sie bei der RAF ? Wissen Sie nicht, daß das schon als Gedanke verboten ist?

    Nee, nee, die Förderung einer branche ist die belastung aller übrigen branchen. Nur eine Unternehmerpartei kann den richtigen Weg unter Einbeziehung der bevölkerung finden.

  • Würde unsere Staatsratsvorsitzende Frau Merkel mal einmal ihre hängenden Mundwinkel hochziehen und mal den Wirtschaftsbossen die Meinung geigen. Aber die kann nur die von ihren beratern vorgelegten Texte runterplappern. Diese Nehmermentalität der Wirtschaft ist doch nur daraus entstanden, weil die Politiker selbst nicht denken können. Alles was sie tun wird denen von den beratern aus der Wirtschaft vordiktiert. Die bosse wissen mittlerweile welcher Politiker von welcher Sache keine Ahnung hat. Es gibt soviele Argumente mit denen man den Managern entgegentreten kann. Nur Frau Merkel will es sich mit den bonzen nicht verscherzen. immerhin wird sie bald abgewählt und da muss sie schon an die Zukunft denken. Wo sie am meisten hin arbeitet da wird sie später mal in den Vorstand einberufen. Zu harte Worte könnte man ihr übel nehmen. Obwohl beim Gas-Putin wird sie auf alle Fälle unterkommen. Der nimmt alle, die gezeigt haben, dass sie gegenüber ihrer eigenen bevölkerung keine Skrupel haben. Die Wirtschaftsbosse werden sich erst wieder mäßigen, wenn wir wieder bilder von durch Sprengstoff zerfetzten Chauffeurswagen in den Nachrichten sehen.

  • Und die Studenten stellen mir netterweise und aufmerksam bedacht ein Plakat vor die Nase, bewerbermesse, Von Studenten für Studenten kostenfrei, ... Schließlich arbeitet ja jeder nur in seinem eigenen Grüppchen...

    Teilnehmer Thales, die bahnindustrie, bombardier und unser Leiharbeitsunternehmen iCS AG, sowie bahn AG, etc...

    Also Fazit: Hier werden die Millarden an Forschungsgeldern in unserer Vetternwirtschaft großzügig untereinander aufgeteilt. Abgestimmt mit der Uni Stuttgart.

    Mariana Mayer, Dipl. inf. FH, seit 6 jahren aufgrund von zahlreichen Mobbingattacken durch Hochschulabsolventen arbeitslos,

    Frauen quälen frauen fertigmachen so agierte der Projektleiter der iCS AG, ich habe keinerlei Aus- und Weiterbildung bezahlt bekommen, insbesondere nicht die plichtmäßig vorgeschriebene,
    unsere Mobbingtreiber sitzen in hochbezahlten Positionen und bauen sich ihr 3 Familienhaus, Fachbereich Physik uni stuttgart,

    mein Uni kollege Karlsruhe wurde in die Schweiz zu Thales vermittelt.
    Die Lohndiskriminierung für die gleiche Arbeit lag bei 60%. ic hhabe seine Arbeiten erfolgreich fortgeführt wurde jedoch entfernt das Projekt "sollte" vorprogrammiert kippen.

    ich bin in ein seriöses Unternehmen gewechselt, welches in der Lage war, korrekt für mich Steuer- und Sozialversicherung zu bezahlen. Weil ich in dieses Unternehmen gewechselt bin wurde daraufhin die Abteilung des Unternehmen zerschlagen und die Mitarbeiter auf den Tüv Süd usw. verteilt.

    Ständig wurde mir von Mitarbeitern der iCS AG dies vor die Nase gehalten, weil ich gewechselt war wurde ein Unternehmen vernichtet, weil es nicht bestandteil der Uni Stuttgart war. Damit hatte man mich davor auch ständig bedroht und fertiggemacht. Diese Lweute sind fest integriert in Forschungsgelder auch durch die Uni Stuttgart.

    Gewalt wird wirtschaftlich belohnt.
    So funktioniert die Forschung in Deutschland in Stuttgart.

    ich habe im 4. Jahr als informatikerin 2400 Euro brutto verdient, Status, alleinerziehend
    Das geld was für mich einkassiert wurde habe nsich die Uniabsolventen und Führungskräfte unter sich aufgeteilt.

  • ich weiß jedoch dasss meine Diplomarbeit im Unternehmen geklaut bzw. beschlagnahmt wurde, ich also meine Diplomarbeit im Original nicht besitze, im Leiharbeitsunternehmen iCS AG
    und meine Arbeit, bestandteil der Hauptauftragsunternehmen ist und ich kein Urheberrecht habe noch darüber publizieren kann.

    Sowie die zahlreichen Diplomarbeiten die gleichfalls genutzt werden können und bestandteil der Unternehmen sind.
    ich weiß noch nicht mal ob ich in einem Forschungsprojekt war und mein Arbeitsplatz, also für mich wurden 90 000 Euro pro Jahr gezahlt in einer 30 Stunden woche, dieses Geld ist zum Leiharbeitsunternehmen geflossen.
    War dies Forschungsgeld?

    Auf jeden Fall sind es gigantische Summen die sich die Leiharbeitsunternehmen in die eigene Tasche gesteckt haben.

    Und nun geht es bei bombardier weiter mit der Abkassiererei von Forschungsgeld. bombardier hat millardenschwere EU zuschläge erhalten.

  • Und wie man sieht, kaum sind längere Atomlaufzeiten durch, lehnen sich die Energiekonzerne bequem zurück und wollen keine Windräder mehr aufstellen,
    laut Tagessachau.

    Mal ganz abgesehen davon, das Teilzeitplätze (ENbW) in diesen bereichen gleichfalls abgebaut wurden und es keine Frauen gibt die sich dort bewerben, laut Equal Pay day in Stuttgart, bewerben sich angeblich keine Frauen bei ENbW. ach ja?

    Als wo ist der Energiemix?

    Desweiteren weiß kein Schwein, wohin die Forschungsgelder wirklich verschwinden.
    Also ersichtlich ist: Professoren und andere werden bereits bezahlt, Studenten arbeiten so weit ich es weiß kostenfrei, aber ich weiß das ja nicht ich habe nie an der Uni gearbeitet, auf jeden Fall kann es soviel nicht sein, oder?

    also wohin verschinden die ganzen Forschungsgelder?

  • natürlich wirkt es polarisierend zu fomulieren, um so mehr bei steigender komplexität von ereigniskskaden.

    als "CEO", als kommissarischer Ceo weiß ich lediglich soviel: daß Feindbuilder nicht mehr funktionieren.

    Sowas kann man nicht lernen: sowas wäre jedem CEO angeraten

  • Die breite an Hochschulen ist in Deutschland einmalig!

    Wenn unsere Konzernbonzen mehr Forschung wollen, dann dürfen sie gerne mehr in die Hochschulen investieren bzw. die Hochschulen für die Forschung angemessen bezahlen.

    ist den Konzernbonzen Öko-Strom zu teuer, dann können sie gerne Strom an der Leipziger Energiebörse zu Dumping-Preisen einkaufen - auch auf viele Jahre im voraus (sog. Future-Kontrakte).

    Denn derzeit liegt der Strompreis im wahrsten Sinne des Wortes am boden.

    Wenn General Motors bonzen in Form von Opel fordern, dass Elektroautos mehr subventioniert werden sollen, dann sage ich denen:

    Elektroautos sind bereits heute in Großständten vom Preis-/Nutzenverhältnis her sehr attraktiv.
    Es betrifft aber leider nicht die Allgemeinheit - denn die Allgemeinheit möchte gerne mal 100-200 km auf der Autobahn zurück legen. Und das geht mit einem Elekroauto leider nicht. Und wird vielleicht sogar niemals möglich sein.
    Ein Elektroauto ist eben ein Stadtauto und in der Stadt wie bereits gesagt schon jetzt attraktiv genug.


    Und "unsere" industrie hätte es am liebsten, wenn der Staat die Sinti und Roma verbrennen, Kinder mit 2 Jahren einschulen und Arbeitslose/Hartz iV-Empfänger vergasen würde.

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