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US-Autobauer Chrysler sucht dringend Partner

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Nissan teilt in einer engen Allianz Fabriken und Plattformen mit seinem dominierenden französischen Großaktionär Renault. Die beiden Unternehmen werden in Personalunion von Carlos Ghosn geführt. Ghosn hat mit Chrysler nun endlich einen Partner für Nissan im schwierigen US-Markt gefunden. Bereits im Januar hatten beide Unternehmen vereinbart, dass die Japaner ab 2009 ihr Kompaktmodell Versa an Chrysler zum Verkauf in Südamerika liefern. Zuvor waren Gespräche mit Branchenführer GM gescheitert, weil der US-Konzern trotz Milliardenverlusten eine Sanierung im Alleingang bevorzugte.

Chrysler baut zudem auf Basis seines Voyager in Kanada einen Minivan für Volkswagen. Den will VW ab Herbst unter dem Namen Routan anbieten. Mindestens 45 000 Stück sollen im ersten Jahr verkauft werden.

Chryslers Leidensweg

Trennung: Im August 2007 gab Daimler die Mehrheit an der chronisch kranken US-Tochter Chrysler an die Beteiligungsfirma Cerberus ab. Erstmals seit 50 Jahren zogen Finanzinvestoren ins Automekka Detroit ein. Über sein Timing freut sich Daimler-Chef Dieter Zetsche noch heute: Nur eine Woche später wäre der Deal wegen der Kreditkrise nicht mehr möglich gewesen. Wie prekär die Situation auf dem US-Markt ist, zeigen die Absatzzahlen in der Grafik. Allein in den ersten 60 Tagen nach der Trennung brachen die Chrysler-Verkäufe um über 15 Prozent ein.

Sparkurs: Der neue Chrysler-Chef Robert Nardelli spart rigide. Tausende Beschäftigte müssen gehen. Im Sommer wird er für zwei Wochen das Unternehmen komplett stilllegen, um Kosten zu senken und die Sanierung zu forcieren.

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