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US-Autobauer Ford schreibt im vierten Quartal rote Zahlen

Der Autobauer verdient nur noch in den USA Geld. In Europa und Asien macht der VW-Partner Verluste. Ford-Chef Jim Hackett ist dennoch zuversichtlich.
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Ford: US-Autobauer schreibt im vierten Quartal rote Zahlen Quelle: Reuters
Ford

Vor allem in China verliert der Autobauer Geld.

(Foto: Reuters)

New YorkDer Finanzvorstand von Ford, Bob Shanks, lässt keinen Zweifel: „Das war kein Jahr, mit dem wir glücklich sind“, kommentierte er das Ergebnis. Der US-Autohersteller Ford hat im vierten Quartal in allen Regionen außer Nordamerika Verluste geschrieben. Insgesamt steht für die drei Monate ein Minus von 116 Millionen Dollar unter dem Strich.

Vor allem in China verlieren die Amerikaner Geld. Aber auch in Europa lag der Verlust bei 199 Millionen Dollar.

Der zweitgrößte US-Autobauer befindet sich mitten in seiner Umstrukturierung. Vergangene Woche hat das Unternehmen den Abbau von Tausenden Jobs angekündigt. Außerdem sollen mehrere Werke geschlossen werden, auch in Europa.  

Ford hatte schon im Vorfeld gewarnt, dass das Ergebnis eher enttäuschend ausfällt. Die Investoren sorgen sich auch vor dem laufenden Jahr. Die Analysten von JP Morgan Chase haben ihre Erwartungen für 2019 nach unten geschraubt.

Beim Auftritt auf der Automesse in Detroit wollte sich Ford nicht auf eine konkrete Finanzprognose festlegen und nannte als Gründe den Brexit, die Währungen, die Rohstoffpreise und das politische Umfeld in den USA. JP Morgan rechnet daher nur noch mit einer Produktion von 5,87 Millionen Autos weltweit und nicht mehr mit 5,97 wie zuvor.

Auch für das kommende Jahr erwartet die US-Bank nicht mehr, dass Ford die Zahl der produzierten Autos steigern kann. Vor allem von China sind die Analysten enttäuscht.

Der Ford-Vorstandsvorsitzende Jim Hackett gibt sich dennoch optimistisch. Man habe die Basis für einen globalen Neustart des Geschäfts gelegt. Ford trete „mit einer klaren Vision, einem soliden Plan“ ins Jahr 2019 und befindet sich bereits „im Umsetzungsmodus“ sagte Hackett.

Vergangene Woche hat Ford auch eine globale Allianz mit dem deutschen Konkurrenten Volkswagen verkündet. Beide Autohersteller wollen zunächst vor allem bei leichten Nutzfahrzeugen kooperieren. Später soll die Zusammenarbeit auch auf die Bereiche autonomes Fahren und Elektromobilität ausgeweitet werden. Vor allem Ford ist auf die Unterstützung von VW angewiesen.

Aus einem anderen Bereich – dem Ridesharing, hat Ford sich diese Woche dagegen komplett zurückgezogen. In wenigen Tagen stellt das Unternehmen den Mitfahrdienst von Chariot ein. Chariot gehört seit Ende 2016 zum Ford-Konzern. Der Autobauer hatte sich damit den großen Einstieg in neue Mobilitätsdienste erhofft. Aber Chariot konnte sich zumindest in den USA gegen Uber, Lyft und Co. nicht durchsetzen.

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1 Kommentar zu "US-Autobauer: Ford schreibt im vierten Quartal rote Zahlen"

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  • Ford hat schon Volvo und JaguarLandRover ruiniert, kein Wunder daß dieselbe Führungsriege auch den Mutterkonzern ruiniert. Kaum sind die Firmen JaguarLandRover und Volvo in Besitz von anderen (Tata und Geely) geht es ihnen blendend. So demotivierte Entwickler wie damals bei Volvo und JaguarLandRover habe ich selten gesehen, sie blühen wieder auf nach dem die Firmen von Ford verkauft wurden. Das einzige Auto, welches sich gut verkauft hätte, def Ford Mustang, wurde 2004 nur in den USA angeboten, zu einem für ein Pony-Car angemessenen Preis. Kaum gab es das Auto 2010 weltweit, wurde der Preis ver-1.5-facht und damit das Auto unattraktiv. Gier alleine rettet keinen Kotzern.

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