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US-Autobauer „Sehr schwieriger Weg“ – Tesla will sieben Prozent der Vollzeitstellen streichen

Der Elektroauto-Pionier steht vor einem herausfordernden Jahr 2019. Die Zahl der Vollzeitangestellten soll um mehr als 3000 reduziert werden.
Update: 18.01.2019 - 15:25 Uhr Kommentieren
Der US-Autobauer warnt vor einer schwierigen Zukunft. Quelle: Reuters
Tesla

Der US-Autobauer warnt vor einer schwierigen Zukunft.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfDer US-Elektroautohersteller Tesla will die Zahl seiner Vollzeitangestellten um etwa sieben Prozent reduzieren. Insgesamt sollen mehr als 3000 Arbeitsplätze betroffen sein. Tesla-Chef Elon Musk wandte sich mit einem Brief an seine Mitarbeiter. Der Brief wurde später auf der Tesla-Homepage veröffentlicht. Die Aktie des Unternehmens gab im frühen Handel zeitweise um mehr als sieben Prozent nach.

In dem Brief sprach Musk davon, dass Tesla vor einem „schwierigen Jahr“ sowie vor einem „sehr schwierigen Weg“ stehe. Musk betonte weiter, Tesla müsse insgesamt Kosten senken, um das Model 3 günstiger anbieten zu können.

Die Verkaufszahlen blieben zuletzt trotz staatlicher Förderungen hinter den Erwartungen zurück. „Zu versuchen, bezahlbare Saubere-Energie-Produkte im großen Maßstab zu bauen, erfordert notwendigerweise extreme Anstrengung und unablässige Kreativität, aber bei unserer Mission erfolgreich zu sein, ist essenziell um sicherzustellen, dass die Zukunft gut ist“, schrieb Musk.

Das Unternehmen plant, im laufenden Quartal einen „winzigen Gewinn“ zu erwirtschaften. Ohne die Stellenkürzungen sei das aber laut Firmenchef Musk nicht machbar. Bereits im Juni 2018 trennte sich das Unternehmen von 3000 Mitarbeitern, dem gegenüber standen jedoch auch zahlreiche Neueinstellungen, weshalb sich die Beschäftigtenzahl in den letzten Jahren insgesamt um 30 Prozent erhöht hat. Laut eigenen Angaben arbeiten rund 45.000 Mitarbeiter für den US-Autobauer.

„Tesla wird diese Einschnitte machen müssen, während gleichzeitig die Model-3-Produktion hochgefahren wird und wir in der Herstellung in den nächsten Monaten noch vieles verbessern müssen“, schrieb Musk in dem Brief an die Mitarbeiter. „Mit großer Anstrengung, Schwierigkeiten und einigem Glück“ soll die Trendwende gelingen.

Der Elektroauto-Pionier sieht sich zunehmend auch durch Konkurrenz aus Deutschland unter Druck. Daimler und Audi haben mit der Vorstellung der E-Geländewagen EQC und E-Tron vorgelegt, Volkswagen will bis 2025 im gesamten Konzern mehr als 50 neue Elektrofahrzeuge einführen.

Tesla hatte im vergangenen Oktober für das dritte Quartal einen Überschuss von 312 Millionen Dollar verkündet – der größte Gewinn in der Geschichte des 2003 gegründeten Unternehmens, das zuvor überhaupt nur zweimal ein Vierteljahr mit schwarzen Zahlen abschließen konnte. Im vierten Quartal fiel der Gewinn dann bereits wieder deutlich niedriger aus.

Im vergangenen Jahr bezeichnete der Tesla-Chef die Ergebnisse noch als „wahrhaft historisch“ – und auch bei Anlegern war die Erleichterung nach dem Rekordminus von 718 Millionen Dollar im Vorquartal groß. „Man sollte nie selbstgefällig werden, also müssen wir weiter hart arbeiten – aber ich denke, wir sind über den Berg“, sagte Musk dem Tech-Blog „Recode“ im November.

Damals hieß es aber von Beobachtern, dass sich erst zeigen müsse, ob die Firma dauerhaft profitabel wirtschaften könne. Die Quartalszahlen waren von Sonderfaktoren geprägt, zudem bleibe Musk das Model 3 für 35.000 Dollar immer noch schuldig. Bislang gebe es nur teurere Versionen mit entsprechend höheren Gewinnspannen zu kaufen. Erschwerend hinzu komme, dass die staatliche E-Auto-Prämie von 7500 Dollar pro Wagen in den USA 2019 auslaufe.

Mit Agenturmaterial.

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