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US-Autobauer VW-Investment verhilft Ford zu Gewinn

Wegen einer gemeinsamen Beteiligung mit VW an einer Roboterauto-Firma hat der US-Autobauer einen Überschuss erzielt. Doch der Umsatz ist um 50 Prozent gefallen.
30.07.2020 Update: 31.07.2020 - 09:33 Uhr Kommentieren
Die Erlöse des Autobauers fielen wegen der Corona-Pandemie um 50 Prozent. Quelle: dpa
Ford

Die Erlöse des Autobauers fielen wegen der Corona-Pandemie um 50 Prozent.

(Foto: dpa)

Detroit Der Einstieg von Volkswagen bei der Sparte für Roboterautos hat Ford im Krisenquartal vor einem Verlust bewahrt. Der zweitgrößte US-Autobauer aus Dearborn unweit der Autostadt Detroit verbuchte im Zeitraum April bis Juni einen Nettogewinn von 1,1 Milliarden Dollar nach 100 Millionen Dollar vor einem Jahr.

Grund ist der gestiegene Wert der Ford-Tochter Argo AI für selbstfahrende Autos, nachdem VW für seine Beteiligung 2,6 Milliarden Dollar an seinen amerikanischen Partner überwiesen hat. Dadurch stieg der Wert der Gesellschaft, an der Ford und VW nun je 40 Prozent halten, auf 7,5 Milliarden Dollar.

Volkswagen und Ford hatten im vergangenen Monat ihre milliardenschwere Allianz für Elektroautos und autonomes Fahren besiegelt. Zusammen wollen sich die Partner die Kosten für Neuentwicklungen teilen und sich in Krisenzeiten gegenseitig stärken. Eine Fusion der beiden Konzerne ist nicht geplant.

Die damit verbundene Aufwertung der Tochter Argo hat für Ford zwar einen positiven Bilanzeffekt. Im eigentlichen Autogeschäft schlägt die Krise jedoch genauso zu Buche wie bei anderen Autobauern: Im zweiten Quartal wies Ford einen bereinigten Betriebsverlust von 1,9 Milliarden Dollar oder 35 Cent je Aktie aus. Das war deutlich weniger als Analysten geschätzt und Ford selbst in Aussicht gestellt hatten.

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    Im April noch war der Autobauer davon ausgegangen, dass sich der Netto-Verlust wegen der Covid-19-Pandemie im zweiten Quartal auf mehr als fünf Milliarden Dollar gegenüber dem Vorquartal verdoppeln werde. Die Ford-Aktie profitierte von dem besser als befürchteten Ergebnis und legte im nachbörslichen Handel um 2,5 Prozent zu.

    Für die nächsten Monate sieht sich Ford dank einer robusten Liquidität gerüstet und setzt beim Absatz auf Modelle wie den neu aufgelegten Bestseller F-150 und den SUV Ford Bronco. Für das laufende dritte Quartal stellte das Management um Konzernchef Jim Hackett einen Vorsteuergewinn zwischen einer halben und 1,5 Milliarden Dollar in Aussicht, wozu auch weitere Einsparungen beitragen sollen. Für das vierte Quartal geht das Management von einem Verlust aus.

    Insgesamt stehen die Chancen für Ford nach Meinung von Experten nicht schlecht, die Krise zu überstehen: „Nachdem Ford die schlimmste Phase des Umbruchs durch Covid überstanden hat, glauben wir, dass der Schwerpunkt nun wieder auf den Bemühungen um eine Neugestaltung liegt“, schrieb Analyst Dan Levy in einem Kommentar. Die Chancen der neuen Produkte seien vielversprechend, bei der Restrukturierung sei aber noch mehr zu tun.

    Mehr: VW und Ford fürchten in den USA Verzögerungen bei Elektroauto-Produktion.

    • dpa
    • rtr
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