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US-Autohersteller Hohe Kosten für Konzernumbau – Ford erleidet Gewinneinbruch

Der Konzernumbau in Europa und Südamerika hat dem US-Autohersteller einen Gewinneinbruch eingebrockt. Unterm Strich fuhr der Konzern im zweiten Quartal 148 Millionen Dollar ein.
Update: 24.07.2019 - 23:24 Uhr Kommentieren
Ford erleidet Gewinneinbruch Quelle: dpa
Ford

Insgesamt stagnierte der Umsatz des Autokonzerns im vergangenen Quartal bei 38,9 Milliarden Dollar.

(Foto: dpa)

Detroit, Dearborn Hohe Kosten für den Konzernumbau haben dem zweitgrößten US-Autobauer Ford einen heftigen Gewinneinbruch im zweiten Quartal eingebrockt. Verglichen mit dem Vorjahreswert sank der Überschuss von 1,1 Milliarden auf 148 Millionen Dollar (133 Millionen Euro), wie Ford am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte. Grund seien Belastungen in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar vor allem wegen der Neuaufstellung der Geschäfte in Europa und Südamerika. Finanzchef Tim Stone rechnet im Gesamtjahr 2019 mit einem bereinigten Vorsteuer-Gewinn von bis zu 7,5 Milliarden Dollar nach 7,0 Milliarden Dollar 2018.

Insgesamt stagnierte der Umsatz des Konzerns im vergangenen Quartal bei 38,9 Milliarden Dollar. Ford verdient zwar weiter gut am lukrativen Geschäft mit SUV's und Pick-ups im US-Heimatmarkt, allerdings neigt sich der Autoboom auch hier dem Ende zu – zuletzt sank der Absatz deutlich. Bei Anlegern kam der Geschäftsbericht überhaupt nicht gut an, die Aktie geriet nachbörslich zunächst mit über sieben Prozent ins Minus. Die Gewinnerwartungen wurden verfehlt, auch wenn der Umsatz die Prognosen deutlich übertraf.

Dennoch gab es erstmals seit langem wieder einen kleinen Erfolg im problematischen Europageschäft. Das Betriebsergebnis legte in diesem Bereich immerhin um 126 Millionen auf 53 Millionen Dollar zu. Es war das erste Mal seit zwei Jahren, dass Ford die Profitabilität hier verbessern konnte. Der unter Kostendruck stehende US-Autobauer hat ein milliardenschweres Sanierungsprogramm aufgelegt, um sein Europageschäft in den schwarzen Zahlen zu halten. Bis Ende nächsten Jahres sollen 12.000 Arbeitsplätze abgebaut und fünf Werke geschlossen werden. Für ein weiteres Werk wird ein Käufer gesucht. Gleichzeitig trimmt Konzernchef Jim Hackett den Konzern für das Zeitalter der Elektromobilität und selbstfahrenden Autos und hat dazu die Allianz mit Volkswagen ausgeweitet.

Die beiden Konzerne wollen sich die Kosten für Neuentwicklungen teilen und Synergien nutzen. VW beteiligt sich mit rund drei Milliarden Euro an der Ford-Tochter Argo AI für Roboterautos. Im Gegenzug kaufen die Amerikaner in großem Stil Elektroauto-Komponenten bei VW ein. Bei der Entwicklung von Transportern und Pick-ups arbeiten die beiden Schwergewichte bereits zusammen. Experten erwarten, dass sie künftig auf weiteren Gebieten kooperieren werden. Eine gegenseitige Beteiligung ist aber nicht geplant.

Mehr: Einmal im Jahr ermittelt das Prognose-Institut Bähr+Fess die Autos mit dem höchsten Restwert. Diese Modelle können besonders überzeugen.

  • dpa
  • rtr
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