US-Autozulieferer Delphi testet autonomes Fahren in Wuppertal

Der Autozulieferer Delphi testet ein autonomes Fahrzeug in Wuppertal. Anders als bei bisher freigegebenen Strecken handelt es sich nicht um eine Autobahn, sondern einen 17 Kilometer langer Abschnitt einer Landstraße.
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Der Zulieferer will solche Autos auch auf deutschen Straßen erproben. Quelle: Reuters
Autonomes Testfahrzeug von Delphi

Der Zulieferer will solche Autos auch auf deutschen Straßen erproben.

(Foto: Reuters)

Ein etwa 17 Kilometer langer Streckenabschnitt der Landesstraße 418 auf den Wuppertaler Südhöhen wird ab sofort zur offiziellen Teststrecke für ein autonomes Testfahrzeug des US-Autozulieferers Delphi. „Die Genehmigung der Bezirksregierung Düsseldorf liegt vor“, bestätigte ein Unternehmens-Sprecher der WirtschaftsWoche. Die Testfahrten sollen 2016 beginnen.

Anders als bei bisher freigegeben Strecken, handelt es sich bei der Straße um keine Autobahn, die speziell für den Einsatz der autonomen Fahrzeuge präpariert wird. „Wir brauchen ganz normalen Verkehrsbedingungen, um testen zu können, ob unsere Geräte die Umgebung richtig wahrnehmen und die richtigen Schlüsse für die Steuerung des Fahrzeugs ziehen“, heißt es bei Delphi.

Für automatisiertes Fahren ist die Strecke anspruchsvoll. Es gibt Kurven, Steigungen und Gefälle, einen Kreisverkehr, Ampeln sowie Auf- und Abfahrten. Der Prototyp des Fahrzeugs für die Testfahrten soll bis Jahresende fertig sein, die Testfahrten 2016 beginnen. Hinter dem Steuer werden geschulte Ingenieure sitzen, die alle Vorgänge kontrollieren, während das Fahrzeug ohne Hand am Steuer fährt. Delphi stellt dafür unter anderem die nötigen Bordnetze, Steuergeräte und Sensorik zur Verfügung.

Die Stadt Wuppertal wird das Projekt heute Nachmittag dem Wirtschaftsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Garrelt Duin, offiziell vorstellen. An dem Projekt ist auch die Bergische Universität Wuppertal beteiligt.

Das sind die größten Autozulieferer
Platz 14: Valeo
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14,5 Milliarden Euro erwirtschaftete der französische Autozulieferer im vergangenen Jahr. Das Unternehmen wirbt unter anderem damit, dass jedes dritte Auto in Europa mit einer Valeo-Kupplung fährt.

Quelle: Berylls Strategy Advisors

Platz 13: Goodyear
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Der US-Konzern ist der weltweit drittgrößte Reifenhersteller und kam 2015 auf einen Umsatz von 15 Milliarden Euro.

Platz 12: Lear Corporation
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Der amerikanische Zulieferer stattet vor allem das Innenleben der Autos aus, unter anderem mit Sitzgarnituren. Mit einem Umsatz von 16,7 Milliarden Euro kommt Lear auf Rang zwölf.

Platz 11: Faurecia
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Der französische Automobilzulieferer designt und produziert Autositze, Abgasanlagen, Innenraumsysteme und Kunststoff-Außenteile. Die weltweit fast 100.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im vergangenen Jahr 20,7 Milliarden Euro.

Platz 10: Michelin
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Der traditionsreiche französische Reifenhersteller kam 2015 auf einen Umsatz von 21,2 Milliarden Euro.

Platz 9: Johnson Controls
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Eine Batterie steht im Werk Johnson Controls in Hannover auf einem Produktionsband. Der Mischkonzern produziert und vertreibt Innenausstattungen und Elektroniksysteme vieler Autohersteller. Umsatz: 23,9 Milliarden Euro.

Platz 8: Bridgestone/Firestone
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Das japanische Unternehmen ist vor allem für seine Reifen bekannt. Im Jahr 2015 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 24,1 Milliarden Euro.

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