US-Behörden ermitteln Warum fährt der IS so viele Toyota-Autos?

In zahlreichen IS-Videos fahren die Dschihadisten Modelle von Toyota – keine gute Werbung für den Autobauer. Toyota versucht nun, gemeinsam mit der US-Regierung die Nutzung durch Terroristen einzudämmen.
Diese Modelle des japanischen Autobauers scheinen für den IS bestens geeignet. Stabil, robust, resistent – und mit viel Ladefläche für Personen und Waffen Quelle: Imago
Toyota Hilux

Diese Modelle des japanischen Autobauers scheinen für den IS bestens geeignet. Stabil, robust, resistent – und mit viel Ladefläche für Personen und Waffen

(Foto: Imago)

TokioPritschenwagen von Toyota sind bei Dschihadisten des Islamischen Staates (IS) besonders beliebt – in zahlreichen Propagandavideos ist zu sehen, wie die Islamisten in Syrien, Lybien und dem Irak schwer bewaffnet und teils maskiert auf Modellen des japanischen Autobauers unterwegs sind.

Daraufhin haben nun die US-Behörden Ermittlungen aufgenommen. Die Regierung möchte herausfinden, wie die Dschihadisten an eine so große Anzahl von Autos kommen – unterstützt werden sie bei den Ermittlungen von Toyota. Der Autobauer erklärte sich am Donnerstag bereit, mit dem Finanzministerium in Washington zusammenzuarbeiten, um die Verwendung durch die Extremisten einzudämmen.

Drei Pick-ups an der Spitze
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Das meistverkaufte Auto in den USA war 2014 erneut der Pick-up der Ford F-Serie. Trotz des bevorstehenden Modellwechsels entschieden sich 753.851 Kunden für den bulligen Allrader, wie aus einer Erhebung der Webseite „Good Car Bad Car“ hervorgeht. Im Vorjahr waren es noch 763.402 Neuzulassungen.

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Rang zwei geht an das Konkurrenzmodell Chevrolet Silverado mit 529.755 Neuzulassungen. 2013 waren es noch 480.414, damit verkürzt Chevy den Abstand zu Ford.

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Wie sich die Bilder gleichen: Die Chrysler-Tochter Ram (vormals Dodge) landet - natürlich - mit einem Pick-up auf Rang drei. 439.789 Modelle der Baureihe wurden 2014 in den USA verkauft.

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Der bestverkaufte klassische Pkw in den USA war 2014 Toyotas Mittelklassemodell Camry; 428.606 Neuzulassungen reichten für Gesamtrang vier. Damit macht ein PKW 2014 Platz für ein Pick-up, denn im Vorjahr war der Camry noch mit 408.484 Neuzulassungen auf dem dritten Rang gelandet.

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Generell sind die Asiaten stark: Mit dem Honda Accord, dem Toyota Corolla (hier im Bild) , dem Nissan Altima sowie den Honda-Modellen CR-V und Civic gehen auch die Plätze fünf bis neun an Importeure aus Fernost.

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Generell sind die Asiaten stark: Mit dem Honda Accord, dem Toyota Corolla, dem Nissan Altima (hier im Bild) sowie den Honda-Modellen CR-V und Civic gehen auch die Plätze fünf bis neun an Importeure aus Fernost.

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Auf Rang zehn findet sich der Ford Fusion, die US-Version des Ford Mondeo.

„Toyota ist der Truck, den Dschihadisten wählen, wenn sie in den Krieg ziehen. Das ist ähnlich wie bei Kalaschnikows: Das ist die Waffe ihrer Wahl“, sagte Dr. Jonathan Schanzer von der Foundation for Defense and Democracies (FDD). „Ich denke, der IS kommt über Dritte relativ leicht an die Wagen. Und zwar so, dass sich niemand registrieren lassen muss“, so Schanzer.

Doch warum fährt der IS ausgerechnet in diesen Modellen umher? Das liegt wohl mehr an der Konstruktion als am Autobauer selbst. Die Pick-Ups und Geländewagen, wie etwa das Hilux-Modell, sind robust und resistent gegen viele Widerstände – unter anderem eignen sich die Kleinlaster besonders für Fahrten durch die Wüste.

Der US-Fernsehsender ABC adelte den Toyota Hilux jüngst als „unkaputtbar.“. Die Ladefläche ist groß genug für die Montur von schwerem Geschütz. Außerdem werden die stabilen Pritschen-Geländewagen – auch von anderen Produzenten wie Nissan oder Hyundai – geschätzt, weil ihre Motoren lange halten.

„Die sind nicht alle gestohlen“
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