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US-Elektroautobauer Tesla schafft Auslieferungsrekord – Aktie legt deutlich zu

Der kalifornische Elektropionier hat im abgelaufenen Quartal mehr Autos ausgeliefert als jemals zuvor. Vor allem die Aktionäre reagieren erleichtert.
Update: 03.07.2019 - 09:39 Uhr 1 Kommentar
Am Markt kam die Nachricht gut an, die Aktie legte nachbörslich zunächst um über sieben Prozent zu. Quelle: AP
Elon Musk

Am Markt kam die Nachricht gut an, die Aktie legte nachbörslich zunächst um über sieben Prozent zu.

(Foto: AP)

Düsseldorf Die Erleichterung der Aktionäre kann man am Börsenkurs ablesen: Um sieben Prozent schoss die Tesla-Aktie am Dienstag im nachbörslichen Handel nach oben, nachdem Firmenchef Elon Musk die neuen Auslieferungszahlen verkündet hatte.

95.200 Fahrzeuge hat der Elektropionier aus Kalifornien im zweiten Quartal an die Kundschaft gebracht. Damit übertraf man nicht nur den eigenen Bestwert von 90.700 Autos, sondern auch die Erwartungen der Wall-Street-Analysten.

Damit kann Musk endlich mal wieder positive Nachrichten präsentieren und straft Kritiker Lügen, die Tesla einen Nachfrageeinbruch unterstellt hatten. Noch im Vorquartal hatte Tesla einen Auslieferungsrückgang von 31 Prozent eingestehen müssen, der die Aktie auf Talfahrt geschickt hatte.

Der Abgang von Produktionschef Peter Hochholdinger und das schwierige Heimatgeschäft nährten Spekulationen, dass der Hype um Tesla abgekühlt sein könnte. Doch im zweiten Quartal erfüllt vor allem Teslas Hoffnungsträger Model 3 die Erwartungen und wurde 77.550 Mal ausgeliefert – fast 50 Prozent mehr als im ersten Quartal. Die hochpreisigen Modelle S und X wurden im zweiten Quartal immerhin noch 17.650 Mal an den Kunden gebracht, nach 12.100 in den ersten drei Monaten.

Das liegt auch an einer neuen Vertriebsstrategie. In den USA hatte Tesla die Preise gesenkt und das Model 3 auch im Leasing angeboten. Offenbar mit Erfolg: Im zweiten Quartal seien mehr Fahrzeuge bestellt als ausgeliefert worden, teilte Tesla mit.

Im dritten Quartal soll deswegen auch die Produktion weiter ausgebaut werden, die im zweiten Quartal bei 87.000 Fahrzeugen lag. Denn um das selbstgesteckte Ziel von 360.000 bis 400.000 Fahrzeugen zu erreichen, muss Tesla mehr Autos produzieren und ausliefern als im ersten Halbjahr. Derzeit kommen die Kalifornier auf 158.000 Fahrzeuge.

Analysten sind skeptisch, dass Tesla das rasante Wachstumstempo der Vorjahre halten kann. Am Montag halbierten sich die Steuervorteile beim Kauf von Tesla-Elektroautos in den USA auf 1875 Dollar, Ende des Jahres sollen sie komplett auslaufen. Ein Gegensteuern mit Preissenkungen belaste am Ende die Rendite, warnen US-Analysten. Trotz der guten Auslieferungszahlen dürfte darum auch im zweiten Quartal unterm Strich ein Verlust stehen.

Um sich finanziell zu wappnen, hatte Tesla sein finanzielles Polster im Mai durch Aktienverkäufe und eine neue Wandelanleihe um 2,7 Milliarden Dollar aufgestockt. Mit neuen Modellen will Musk die Bestellzahlen weiter hochhalten. Neben einer Crossover-Version des Model 3, dem Model Y, ist auch ein elektrischer Pick-up-Truck namens Model P geplant. Das Segment ist vor allem in den USA wichtig.

In den vergangenen Monaten hatte Musk den Elektroautobauer darüber hinaus zum Kostensparen angehalten und in einem überraschenden Schritt angekündigt, die Tesla-Stores weltweit zu schließen und auf einen Online-Vertrieb zu setzen. Ein Schritt, den er kurz darauf wieder rückgängig machte.

Mit Informationen von dpa

Mehr: Bei der Hauptversammlung von Tesla stärken die Aktionäre dem CEO den Rücken. Der will bis Ende des Jahres über EU-Standorte für eine Batterie- sowie Autofabrik entscheiden.

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1 Kommentar zu "US-Elektroautobauer: Tesla schafft Auslieferungsrekord – Aktie legt deutlich zu"

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  • Tesla wird sich im Automarkt festsetzen oder geschluckt...das ist meine Wette

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