US-Pharmakonzern Bristol-Myers meldet Erfolg bei Krebsstudie

Der US-Pharmakonzern Bristol-Myers meldet Fortschritte bei seiner Krebstherapie Opdivo. Das gibt der Aktie kräftig Rückenwind.
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Die Krebsimmuntherapie Opdivo ist das umsatzstärkste Medikament des Konzerns. Quelle: dpa
Medikamente

Die Krebsimmuntherapie Opdivo ist das umsatzstärkste Medikament des Konzerns.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer US-Pharmakonzern Bristol-Myers hat in einer wichtigen Studie mit seiner Krebsimmuntherapie Opdivo einen Erfolg für sich verbuchen können. In der Studie mit Lungenkrebspatienten habe Opdivo in Kombination mit dem Krebsmittel Yervoy von Bristol-Myers die Zeit ohne ein Fortschreiten der Krankheit verlängert, teilte das Unternehmen am Montag mit. Über die Länge des Zeitraums machte der Konzern keine Angaben, nähere Ergebnisse der Studie sollen auf einem Fachkongress veröffentlicht werden.

Die Nachricht reichte aber aus, um der Bristol-Myers-Aktie Rückenwind zugeben. Dagegen verloren die Papiere der Wettbewerber Merck & Co, Roche und Astra-Zeneca, die mit Bristol-Myers im milliardenschweren Markt für Krebsimmuntherapien konkurrieren.

Vor etwa eineinhalb Jahren war eine Studie, bei der Opdivo alleine zur Erstbehandlung von Lungenkrebspatienten getestet worden war, noch gescheitert. In der Untersuchung wurde nun die Kombination aus Opdivo und Yervoy zur Erstbehandlung von Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs mit Tumoren mit einer hohen Mutationsrate im Vergleich zu einer Chemotherapie getestet. Ein unabhängiges Beratergremium empfahl, die Studie mit mehr als 2500 Patienten fortzusetzen, um Daten zur Gesamtüberlebenszeit zu erhalten.

Die Gewinnbringer der Pharmabranche
Platz 10: Prevenar
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Der Impfstoff schützt vor der Infektionskrankheit Pneumokokken, einer bakteriellen Lungenentzündung, die vor allem für Kleinkinder und ältere Menschen lebensbedrohlich sein kann. Dem Pharma-Riesen Pfizer bringt der Impfstoff jährlich 5,7 Milliarden Dollar ein.

Platz 9: Lantus
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Den Insulin-Stift von Sanofi nutzen weltweit Millionen Diabetiker – und bescheren dem französischen Pharmakonzern jährlich Einnahmen von mehr als sechs Milliarden Dollar.

Platz 8: Herceptin
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Unter dem Namen Herceptin vermarktete der Baseler Pharmakonzern Roche einen Antikörper, der zur Behandlung von einigen Brust- und Magenkrebsformen eingesetzt wird. Die Entwicklung der Arznei durch den Krebsforscher Dennis Slamon wurde 2008 unter dem Titel „Living Proof“ verfilmt. Bis heute hat auch Roche seine Freude an dem Medikament: Es generiert pro Jahr einen Umsatz von 6,7 Milliarden Dollar. Damit trägt Herceptin allein mehr als zehn Prozent zum Jahresumsatz von Roche bei.

Platz 7: Avastin
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Mit Avastin hat Roche ein weiteres profitables Krebsmedikament im Portfolio: Avastin ist beispielsweise für Darm-, Lungen- oder Gebärmutterhalskrebs im fortgeschrittenen Stadium zugelassen. Die Baseler verdienen pro Jahr 6,72 Milliarden Dollar mit dem Wirkstoff.

Platz 6: Revlimid
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Der Wirkstoff des US-Pharmakonzerns Celgene ist in Europa als „Orphan Drug“ zugelassen – also als Medikament für seltene Krankheiten. Das bedeutet, dass es nur in wenigen Fällen verschrieben wird, die Therapiekosten jedoch sehr hoch sind. Das Krebsmittel bringt Celgene im Jahr knapp 7 Milliarden Dollar.

Platz 5: MabThera/Rituxan
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Das wichtigste Krebsmittel von Roche generiert jährlich 7,23 Milliarden Dollar Umsatz. Der unter den Namen MabThera und Rituxan vermarktete Wirkstoff gilt als Vorreiter der sogenannten gezielten Krebstherapie, bei der die Antikörper mittels Gentechnik hergestellt werden.

Platz 4: Remicade
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Die Ampullen der US-Pharmariesen Johnson & Johnson sowie Merck & Co. helfen gegen zahlreiche Krankheiten: In Europa ist das Medikament als Therapie etwa für die chronische Darmerkrankung Morbus Crohn oder die Hautkrankheit Schuppenflechte zugelassen. Der Allrounder bringt den beiden Konzernen jährliche Einnahmen von 8,2 Milliarden Dollar.

Opdivo ist zu Behandlung verschiedener Krebsarten bereits auf den Markt, darunter auch zum Einsatz bei Lungenkrebspatienten, die bereits eine Behandlung hinter sich haben. Das Mittel konkurriert vor allem mit der Immuntherapie Keytruda von Merck & Co.

Im vergangenen Geschäftsjahr setzte Bristol-Myers mit Opdivo 4,9 Milliarden Dollar um, 31 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Damit ist die Krebsimmuntherapie für den Konzern das umsatzstärkste Medikament. Insgesamt stieg der Umsatz um sieben Prozent auf 20,7 Milliarden Dollar. Aufwendungen im Zusammenhang mit der US-Steuerreform drückten jedoch den Nettogewinn um mehr als 77 Prozent auf gut eine Milliarden Dollar. Im vierten Quartal fiel deshalb sogar ein Verlust von 2,3 Milliarden Dollar an.

  • rtr
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