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US-Pharmakonzern EU will sich Corona-Impfstoff von Moderna sichern

Die EU-Kommission hat die Lieferung von zunächst 80 Millionen Dosen vereinbart. Der Impfstoffkandidat befindet sich in der klinischen Entwicklung.
24.08.2020 - 16:33 Uhr Kommentieren
Bis in den September hinein sollen rund 30.000 Menschen mit dem Moderna-Mittel geimpft worden sein. Quelle: dpa
Impfstoffstudie in den USA

Bis in den September hinein sollen rund 30.000 Menschen mit dem Moderna-Mittel geimpft worden sein.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Europäische Union will sich bei einem weiteren Pharmakonzern Millionen Dosen seines potenziellen Corona-Impfstoffes sichern. Mit dem US-Biotechunternehmen Moderna, das zu den führenden Firmen im Rennen um einen Impfstoff gehört, schloss die Europäische Kommission am Montag Sondierungsgespräche über die Lieferung von 80 Millionen Dosen ab. Darüber hinaus besteht die Option zum Erwerb von weiteren 80 Millionen Dosen. Finanzielle Details wurden nicht genannt.

Der Impfstoffkandidat von Moderna befindet sich seit Ende Juli in der dritten und damit entscheidenden Phase der klinischen Entwicklung. Bis in den September hinein sollen rund 30.000 Menschen mit ihm geimpft worden sein. Moderna erweitert derzeit seine weltweiten Produktionskapazitäten, um etwa 500 Millionen Dosen pro Jahr und möglicherweise bis zu eine Milliarde Dosen pro Jahr ab 2021 liefern zu können. Die USA hatten kürzlich mit dem Unternehmen einen Vertrag über die Lieferung von 100 Millionen Dosen im Wert von rund 1,5 Milliarden Dollar geschlossen.

Die Europäische Kommission hat bereits mit einer Reihe von Unternehmen Sondierungsgespräche über den Kauf derer Corona-Impfstoffe geführt. Erst am Donnerstag hatte sie entsprechende Gespräche mit dem Tübinger Biotechnunternehmen Curevac abgeschlossen, das wie Moderna und die Mainzer Biontech einen Impfstoff auf Basis der der sogenannten Boten-RNA (mRNA) entwickelt. Sie soll den menschlichen Zellen die Information zur Produktion von Proteinen und damit zur Bekämpfung der Krankheitserreger vermitteln.

Beim Pharmakonzern Astra Zeneca hat sich die Europäische Union bereits 300 Millionen Einheiten gesichert, mit der Option zum Kauf von weiteren 100 Millionen. Mit Sanofi und GlaxoSmithKline sowie dem US-Arzneimittelhersteller Johnson & Johnson wurden Sondierungsgespräche geführt.

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    Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es derzeit 169 Impfstoffprojekte, davon werden 30 in klinischen Studien an Menschen getestet. Acht davon befinden sich in der entscheidenden dritten Phase, davon die von Moderna, Biontech oder auch Astra Zeneca. Zum Teil gibt es einen Konkurrenzkampf bei der Frage, welchem Land in welchem Umfang ein Impfstoff zuerst geliefert wird. Die Weltgesundheitsorganisation WHO will mit ihrer Impfstoffinitiative Covax einen fairen Zugang zu möglichen Covid-19-Impfstoffen gewährleisten.

    Mehr: Enorme Nachfrage: Allein die erste Impfwelle verspricht 20 Milliarden Dollar Umsatz

    • rtr
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