Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

US-Sanktionen Boeing nimmt geplatzte Iran-Geschäfte locker

Der Airbus-Rivale muss sich aufgrund der US-Sanktionen von milliardenschweren Aufträgen mit Iran verabschieden. Halb so wild, sagt der CEO.
Kommentieren
Der US-Flugzeugbauer hatte sich mit zwei Airlines aus dem Iran auf den Verkauf von insgesamt 110 Jets geeinigt. Daraus wird nun nichts. Quelle: Reuters
Boeing

Der US-Flugzeugbauer hatte sich mit zwei Airlines aus dem Iran auf den Verkauf von insgesamt 110 Jets geeinigt. Daraus wird nun nichts.

(Foto: Reuters)

WashingtonDem US-Flugzeugbauer Boeing entgehen durch den Rückzug der Vereinigten Staaten aus dem Atomabkommen mit dem Iran milliardenschwere Aufträge. Doch das ist laut Konzernchef Dennis Muilenburg gut zu verkraften.

Für die vereinbarten Verkäufe an iranische Fluggesellschaften seien ohnehin noch keine Produktionsplätze eingeplant gewesen, sagte Muilenburg am Mittwoch in Washington. Man werde bei Iran-Geschäften der „Führung der US-Regierung“ folgen.

Boeing hatte sich mit zwei Fluggesellschaften aus dem Iran auf den Verkauf von insgesamt 110 Jets geeinigt. Laut Listenpreisen haben die Flugzeuge einen Gesamtwert von mehr als 20 Milliarden Dollar.

Nach Abzug branchenüblicher Rabatte für Großaufträge würden die Flieger wohl noch knapp zehn Milliarden kosten. Die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, die Iran-Sanktionen wiederzubeleben, lässt diese Geschäfte nun platzen.

Wegen der hohen Ungewissheit hatte Boeing die Bestellungen aber ohnehin noch nicht im Orderbuch stehen. Gemessen an den vielen Aufträgen, auf denen der US-Konzern sitzt, fallen sie insgesamt auch nicht so stark ins Gewicht.

Aktionäre reagierten dennoch erleichtert auf Muilenburgs Aussagen. Die Aktie notierte im US-Handel zuletzt zwei Prozent fester.

Auch Boeings Rivale Airbus muss nach Trumps Entscheidung um milliardenschwere Aufträge bangen. Im Dezember 2016 schloss der Flugzeugbauer mit der nationalen Airline Iran Air einen Vertrag über 100 Maschinen mit einem Listenpreis von rund 16 Milliarden Euro.

Airbus benötigt von den USA Exportlizenzen für Geschäfte mit Iran, da mehr als zehn Prozent der Teile von US-Firmen wie United Technologies, Rockwell Collins oder General Electric stammen. Airbus hat bereits angekündigt, sich vollständig an die Sanktionen zu halten.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dpa
Startseite

Mehr zu: US-Sanktionen - Boeing nimmt geplatzte Iran-Geschäfte locker

0 Kommentare zu "US-Sanktionen: Boeing nimmt geplatzte Iran-Geschäfte locker"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.