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USA Wichtiger Glyphosat-Prozess gegen Bayer wird vertagt

Der erste Prozess außerhalb Kaliforniens war für Mitte August angesetzt. Nun erklärt eine Gerichtssprecherin, dass dieser zu einem anderen Zeitpunkt stattfinden wird.
Update: 07.08.2019 - 21:11 Uhr Kommentieren
Mehrere Kläger machen den glyphosathaltigen Unkrautvernichter verantwortlich für Krebserkrankungen. Quelle: AFP
Roundup

Mehrere Kläger machen den glyphosathaltigen Unkrautvernichter verantwortlich für Krebserkrankungen.

(Foto: AFP)

Frankfurt Aufschub für Bayer: Der nächste US-Prozess um mögliche Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter wird vertagt. Statt im August soll das Verfahren nun im Januar stattfinden, wie eine Gerichtssprecherin am Mittwoch bestätigte.

Zuvor hatten das US-Blog „Right to Know“ und die „Wirtschaftswoche“ entsprechend berichtet. Ein konkretes neues Datum für den Prozessauftakt dürfte der zuständige Richter Brian May der Gerichtssprecherin zufolge Ende der Woche bestimmen.

Gründe für die Verschiebung wurden nicht genannt. Auch ein Bayer-Sprecher konnte dazu auf Nachfrage keine Angaben machen. Ob noch andere Verfahren vertagt werden, blieb zunächst unklar.

In dem ursprünglich für Mitte August angesetzten Prozess macht die Klägerin Sharlean Gordon den glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup für ihre Krebserkrankung verantwortlich. Sie hatte erklärt, dass bei ihr Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert worden sei, nachdem sie Roundup rund 14 Jahre lang eingesetzt hatte. Die Gerichtsverhandlung findet in St. Louis statt - der Agrarmetropole, in der Monsanto 1901 gegründet wurde und seinen Hauptsitz hatte.

Die bisherigen drei Glyphosat-Prozesse, die alle in Kalifornien stattfanden, hat Bayer in erster Instanz verloren und wurde von den Geschworenen zu hohen Schadenersatzzahlungen verurteilt. Diese wurden später jedoch von den zuständigen Richtern deutlich gesenkt.

Bayer sieht sich inzwischen mit insgesamt etwa 18.400 Klägern konfrontiert. Der Konzern hat die Vorwürfe gegen Glyphosat stets zurückgewiesen und darauf verwiesen, dass Zulassungsbehörden weltweit das Herbizid bei sachgemäßer Anwendung als sicher bewerteten.

Vorstandschef Werner Baumann hatte zuletzt erklärt, Bayer sei weiter fest entschlossen, sich entschieden zu Wehr zu setzen. Ein Vergleich werde nur in Betracht gezogen, wenn sich dieser in einem vernünftigen finanziellen Rahmen bewege und damit der gesamte Rechtsstreit endgültig beigelegt werden könne.

Mehr: Bayer und Lanxess verkaufen ihre Anteile an Currenta an den weltweit größten Infrastrukturfonds. Bayer kann mit dem Deal seine Nettoverschuldung weiter reduzieren.

  • dpa
  • rtr
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