Valeant kürzt Prognose Pharmariese schockiert die Anleger

Jahrelang war ausschließlich Wachstum das Ziel von Valeant. Jetzt senkt das Pharmaunternehmen aus Kanada die Umsatzprognose – und kann die Bilanz wohl nicht rechtzeitig vorlegen. Die Aktie bricht ein.
Die Anleger fliehen aus Valeant-Papieren. Quelle: AP
Aktienhändler in New York

Die Anleger fliehen aus Valeant-Papieren.

(Foto: AP)

BerlinDer kanadische Pharmakonzern Valeant schockt Anleger mit einer Senkung der Umsatzprognose. „Unser Geschäft läuft nicht auf allen Zylindern“, sagte Konzernchef Michael Pearson am Dienstag. „Aber wir bemühen uns darum, es wieder in die Spur zu bringen.“

Der Konzern senkte seine Umsatzerwartung für das laufende Geschäftsjahr um zwölf Prozent – und warnte gar vor einem Zahlungsausfall. Der Aktienkurs brach im frühen Handel um 39 Prozent ein.

Das Unternehmen ist wegen seiner Geschäfts- und Bilanzpraktiken ins Visier der US-Aufsichtsbehörden geraten. Ein Senatsausschuss verlangt Informationen über die Preisgestaltung bei bestimmten Medikamenten. Die am Dienstag auslaufende Frist für die Vorlage der Jahresbilanz kann der Konzern wohl nicht halten.

Dadurch droht die Rückzahlung von Schulden an die Gläubiger in Verzug geraten. „Für Investoren ist es das Beste, keine Aktien von Valeant zu haben“, sagte Analyst David Maris von der Bank Wells Fargo.

Die größten Pharmakonzerne der Welt
Platz 20: Astellas
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Gemessen am reinen Pharmaumsatz ist Astellas die Nummer zwei der japanischen Pharmaindustrie. Der Schwerpunkt liegt auf Transplantationsmedizin, Onkologie und Antiinfektiva. Die Japaner kamen im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 11,1 Milliarden Dollar.

Platz 19: Boehringer
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Das Labor von Boehringer Ingelheim: Der zweitgrößte deutsche Pharmakonzern ist fest in Familienhand. Die Schwerpunkte liegen auf Mittel gegen Atemwegserkrankungen wie etwa das Lungenmittel Spiriva. Ein weiteres bekanntes Mittel ist Pradaxa, das zur Thrombose-Prävention eingesetzt wird. Geschätzter Umsatz 2015: 12,6 Milliarden Dollar.

Platz 18: Takeda
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Takeda ist der größte japanische Pharmahersteller und bietet Mittel in verschiedenen Therapiegebieten. Die Japaner haben sich 2014 durch die Fusion mit Nycomed deutlich vergrößert und kamen voriges Jahr auf einen Pharmaumsatz von 13,8 Milliarden Dollar.

Platz 17: Allergan
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Allergan hieß früher einmal Actavis und ist unter anderem Hersteller von Botox. 2015 machte das Unternehmen einen Umsatz von 15,1 Milliarden Dollar.

Platz 6: Bayer
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Der größte deutsche Pharmakonzern hat sich im Gegensatz zu dem Jahr 2015 um ganze zehn Platze verbessern können. Der Umsatz 2017: 43,1 Milliarden Dollar. Top-Produkte sind beispielsweise der Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmedikament Eylea.

Platz 15: Novo Nordisk
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Die Produktion von Langzeitinsulin der Firma Novo Nordisk: Der dänische Arzneihersteller ist einer der weltweit führenden Anbieter von Mitteln gegen Diabetes. Er kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 16,1 Milliarden Dollar.

Platz 14: Bristol-Myers Squibb
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Der New Yorker Konzern hat seinen Schwerpunkt bei Mitteln gegen HIV und in der Immunologie, aber auch in der Onkologie. Der Pharmaumsatz lag 2015 bei 16,6 Milliarden Dollar.

  • rtr
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