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VDA Autobranche spricht mit Bundesregierung über Halbleiter-Engpässe

Bei deutschen Herstellern sind zuletzt etliche Schichten ausgefallen. Jetzt tauscht sich der Branchenverband nach eigenen Angaben mit der Bundesregierung aus.
19.01.2021 - 07:07 Uhr Kommentieren
„Aufgrund unterschiedlicher Einflüsse ist die weltweite Nachfrage nach bestimmten Halbleiter-Bauteilen derzeit höher als das Angebot“, heißt es vom VDA. Quelle: dpa
Mitarbeiter mit Maske in VW-Werk bei Wolfsburg

„Aufgrund unterschiedlicher Einflüsse ist die weltweite Nachfrage nach bestimmten Halbleiter-Bauteilen derzeit höher als das Angebot“, heißt es vom VDA.

(Foto: dpa)

Berlin, Hannover Die akuten Engpässe bei wichtigen Halbleiter-Produkten wie Elektronik-Chips und Sensoren alarmieren die deutsche Autoindustrie zunehmend. Inzwischen liefen Beratungen mit der Politik darüber, wie sich die Lage entschärfen lassen könnte, erklärte der Branchenverband VDA in Berlin. „Global wird intensiv daran gearbeitet, die Versorgung mit Halbleitern – insbesondere auf der Ebene der Chip-Hersteller – sicherzustellen“, hieß es. „Der VDA ist hierzu auch mit der Bundesregierung in Kontakt.“

Bei Herstellern wie Volkswagen, Daimler oder Audi waren zuletzt bereits etliche Schichten ausgefallen. Deshalb gibt es vorübergehend wieder mehr Kurzarbeit. Weiterverarbeiter von Halbleiter-Material und Autozulieferer wie Hella oder Continental sprachen ebenso von Engpässen. Auch einige andere Wirtschaftszweige haben Probleme.

„Aufgrund unterschiedlicher Einflüsse ist die weltweite Nachfrage nach bestimmten Halbleiter-Bauteilen derzeit höher als das Angebot“, hieß es vom VDA. „Von dieser Verknappung sind auch die weltweite Automobilindustrie und Elektronik-Lieferanten betroffen.“

Als eine Ursache gilt die angespannte Situation bei einigen zentralen Zulieferern, auch in Asien. Die aktuelle Nachfragespitze bei Halbleitern kommt für einige Chip-Produzenten überraschend – das Autogeschäft zieht wieder früher an als erwartet, während andere Branchen wie Unterhaltungselektronik oder Medizintechnik ebenfalls versorgt werden wollen. Hinzu kommen unterausgelastete Kapazitäten beim Rohstoff Silizium im wichtigen Erzeugerland China.

Mehr: Industrie warnt vor Lockdown der Produktion: „Grenzt an Harakiri“

  • dpa
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