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VDMA Deutlich weniger Aufträge für deutsche Maschinenbauer

Die Nachfrage nach in Deutschland hergestellten Maschinen sinkt seit Jahresbeginn. Das Geschäft schwächelt sowohl im In- als auch im Ausland.
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VDMA: Deutlich weniger Aufträge für deutsche Maschinenbauer Quelle: dpa
Zusammenbau eines Getriebes

Deutsche Maschinenbauer habe zuletzt weniger Aufträge erhalten.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der Strukturwandel in der Autoindustrie, Handelskonflikte und die Abkühlung der Weltwirtschaft bremsen die Geschäfte der deutschen Maschinenbauer. Im ersten Halbjahr gingen neun Prozent weniger Bestellungen bei der exportorientierten Industriebranche ein als im Vorjahreszeitraum, wie der Maschinenbauverband VDMA am Montag in Frankfurt mitteilte. Sowohl im Inland als auch im Ausland hielten sich die Kunden mit Aufträgen zurück.

Der als Rückgrat der deutschen Wirtschaft geltende Industriezweig mit mehr als einer Million Beschäftigten verbuchte im Juni mit minus fünf Prozent den siebten Monat in Folge einen Rückgang der Auftragseingänge. „Dieser Rückgang geht auf die schwächere Weltkonjunktur, die zahlreichen meist politisch motivierten Verwerfungen und den tiefgreifenden Strukturwandel in der Automobilindustrie zurück“, erläuterte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann.

Während die Inlandsbestellungen im Juni um 16 Prozent einbrachen, stagnierten die Order aus dem Ausland immerhin nur. „Überraschend ist die Zahl der Großaufträge aus den Nicht-Euro-Ländern“, so Wortmann. Sie sei im Juni 2018 schon hoch gewesen und nun nochmals gestiegen, so dass sich ein Plus bei den Bestellungen aus den Nicht-Euro-Ländern von zwei Prozent ergab.

„Es kommt extrem selten vor, dass ein ohnehin schon hohes Vorjahresniveau bei den Großanlagen gehalten, geschweige denn ausgebaut werden kann“, erklärte Wortmann. Aus dem Euro-Raum verbuchten die Maschinenbauer dagegen ein Minus von neun Prozent.

Der VDMA hatte jüngst seine Prognose für 2019 gekappt. Die Branche rechnet nun mit einem realen Produktionsrückgang von zwei Prozent. Im vergangenen Jahr hatte die deutsche Schlüsselindustrie mit deutlich mehr als einer Million Beschäftigten noch ein Plus von gut zwei Prozent erzielt.

Mehr: Handelskonflikte machen der Weltwirtschaft zu schaffen: In Deutschland schwächelt die Industrie, und auch weltweit steigt die Rezessionsgefahr. Vor allem Schwellenländer leiden.

  • rtr
  • dpa
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