Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

VDMA Deutsche Maschinenbauer beklagen Milliardenschaden durch Fälschungen

Der jährliche Schaden liegt laut Branchenverband bei fast acht Milliarden Euro. Besonders stark verbreitet sei der Handel mit gefälschten Maschinen in China.
06.05.2020 Update: 06.05.2020 - 12:25 Uhr Kommentieren
Die Branche hat mit Produktpiraterie zu kämpfen. Quelle: dpa
Maschinen- und Anlagenbau

Die Branche hat mit Produktpiraterie zu kämpfen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die Maschinenbauer in Deutschland beklagen immer höhere Schäden durch den illegalen Nachbau ihrer Anlagen. Durch Produkt- und Markenpiraterie entstehe ein Milliardenschaden, der in den beiden vergangenen Jahren sogar noch größer geworden sei, hieß es in einer am Mittwoch veröffentlichten Erhebung des Branchenverbandes VDMA.

Der jährliche Schaden liege inzwischen bei 7,6 Milliarden Euro. 2018 waren es noch 7,3 Milliarden Euro. Ein Umsatz in dieser Höhe würde im Maschinenbau umgerechnet knapp 35.000 Arbeitsplätze bedeuten, hieß es.

„Erschreckend dabei ist, dass 57 Prozent der Unternehmen von Fälschungen berichten, die eine Gefahr für die Anlage darstellen“, sagte der Leiter des VDMA Competence Center Industrial Security, Steffen Zimmermann.

Das zeige, dass es sich bei Plagiaten nicht um Kavaliersdelikte handele. Der Betrieb von gefälschten Maschinen oder Anlagen mit gefälschten Komponenten könne eine echte Gefahr für den Bediener bedeuten.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Der VDMA mahnte, die Unternehmen sollte darauf achten, dass sich keine Fälschungen einschlichen. Auch weil Ausfälle der Anlage oder Reklamationen von Kunden Folgekosten und Imageschäden verursachen könnten.

    Wettbewerber geben oftmals Auftrag für Fälschungen

    In der alle zwei Jahre erhobene Befragung gaben 74 Prozent der Unternehmen an, von Produktpiraterie betroffen zu sein. Bei Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern liege der Anteil sogar bei 90 Prozent. Beides seien Höchstwerte.

    Besonders stark blühe der Handel mit gefälschten Maschinen und Komponenten in China. Die Volksrepublik werde mit 61 Prozent als wichtigstes Vertriebsland für Plagiate genannt, gefolgt von Deutschland mit 19 Prozent. Auf dem dritten Platz rangiere erstmals Russland mit zwölf Prozent.

    Als Auftraggeber für Plagiate nannten die meisten Maschinenbauer Wettbewerber (72 Prozent). Aber auch Geschäftspartner wie Kunden, Zulieferer oder Joint-Venture-Partner (41 Prozent) sind aktiv.

    Am häufigsten werden demnach einzelne Teile gefälscht (64 Prozent), gefolgt von Designplagiaten (60 Prozent), aber auch vor ganzen Maschinen (40 Prozent) schrecken Produktpiraten nicht zurück.

    Befragt wurden 146 Mitgliedsfirmen (2018: 136) von Anfang Februar bis Anfang März und damit vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Europa.

    Mehr: ZVEI-Präsident gegen generelle Autoprämie: „Corona darf nicht für alles herhalten“.

    • rtr
    • dpa
    Startseite
    Mehr zu: VDMA - Deutsche Maschinenbauer beklagen Milliardenschaden durch Fälschungen
    0 Kommentare zu "VDMA: Deutsche Maschinenbauer beklagen Milliardenschaden durch Fälschungen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%