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Verdacht auf illegale Rüstungsgeschäfte Razzia bei Deutz AG

Der Kölner Motorenhersteller Deutz AG ist möglicherweise in illegale Rüstungsgeschäfte mit der Militärjunta in Birma verwickelt. Die Firmenzentrale in Köln sowie Firmen in Mainz und Hamburg wurden am Freitag bei einer Razzia durchsucht.

KÖLN. Die Kölner Staatsanwaltschaft bestätigte einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins „Focus“. Die Deutz AG soll Motoren an ein Unternehmen in den Vereinigten Arabischen Emiraten geliefert haben, die in Schützenpanzer eingebaut und an Birma verkauft wurden. Die Deutz AG widersprach den Vorwürfen.

Es geht um die Lieferungen von Deutz-Motoren an ein Unternehmen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) zwischen Dezember 2000 und März 2001. Laut Focus soll der Kölner Hersteller Motoren und Kompletträder an eine Firma in den VAE geliefert haben, die dann an eine ukrainische Rüstungsschmiede gingen und dort in Schützenpanzer BTR-3U eingebaut worden sein sollen.

Deutz-Sprecherin Andrea Bleesen sagte am Freitag, die Vorwürfe seien nicht zutreffend. „Deutz hat bei der Lieferung der Motoren in die Vereinigten Arabischen Emirate rechtmäßig gehandelt“. Weder die Emirate noch die Ukraine seien Embargoländer. Die gelieferten Motoren seien Standardmotoren, die überwiegend in zivilen, aber auch in militärischen Anwendungen eingesetzt würden.

Der arabische Geschäftspartner habe versichert, dass die in der Ukraine mit Deutz- Motoren ausgestatteten Schützenpanzer ausschließlich in die VAE geliefert würden. Zu der in den Vorwürfen genannten ukrainischen Firma habe die Deutz AG keine Geschäftsbeziehungen.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wurden durch Internet- Berichte von Nicht-Regierungsorganisationen ausgelöst, wie Bleesen sagte. Darin ging es um Lieferungen von Rüstungsgütern oder militärisch nutzbaren Komponenten aus Europa an Embargoländer.

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