Verdeckte Lobby-Arbeit Investoren fordern mehr Transparenz von der Autoindustrie

Wie nehmen Fahrzeughersteller Einfluss auf die Politik? Vermögensverwalter und Klimaschützer haben sich zusammengeschlossen, um dieser Frage nachzugehen. Antworten fordern sie von VW, Daimler, BMW und Co.
Autohersteller sollen ihre Lobby-Tätigkeiten offenlegen, fordern Anleger und Klimaschützer. Quelle: dpa
Mehr Transparenz

Autohersteller sollen ihre Lobby-Tätigkeiten offenlegen, fordern Anleger und Klimaschützer.

(Foto: dpa)

LondonVermögensverwalter und Klimaschützer haben die Autoindustrie gemeinsam zu mehr Transparenz bei ihrer Lobby-Arbeit gedrängt. In einem Brief an knapp ein Dutzend Hersteller – darunter Volkswagen, BMW und Daimler – forderten die Investoren das Einwirken auf die Politik zu erklären, wie der Anlegerschutzverband ShareAction am Dienstag in London mitteilte. Zu den Unterzeichnern gehören die Fondssparte der Versicherung Axa und der staatliche schwedische Pensionsfonds, die sich dafür mit der britischen Klimaschutzlobby InfluenceMap zusammentaten. Insgesamt legen die Investoren ein Vermögen von fast einer Billion Dollar an.

Anlass für den Vorstoß ist der Skandal um manipulierte Diesel-Abgaswerte bei Volkswagen. Dieser habe vor Augen geführt, dass die Öffentlichkeit mehr erfahren müsse über die Position der Unternehmen und ihre Beteiligung am politischen Prozess, sagte Dylan Tanner, Direktor von InfluenceMap.

Was ein Neuwagen im Schnitt kostet
Dacia - Durchschnittpreis: 11.837 Euro*
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Die Renault-Billigtochter erzielt in Deutschland den niedrigsten Durchschnittspreis für die eigenen Autos. Kein Wunder: Modelle wie der Sandero (Bild) werden bereits ab 6.990 Euro verkauft.

*Quelle: Center of Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg Essen, Stand: 1. Halbjahr 2015

Opel - Durchschnittspreis: 19.994 Euro
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Neben einer breiten Kleinwagenpalette sorgt insbesondere der kompakte SUV Mokka für eine Absatzsteigerung bei den Rüsselsheimern. Der durchschnittliche Verkaufspreis fällt allerdings im Branchenvergleich immer noch niedrig aus.

Skoda - Durchschnittspreis: 20.553 Euro
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Der neue Skoda Superb zeigt, dass die tschechische VW-Tochter sich langsam vom Billigimage verabschieden möchte. Doch innerhalb Konzerns sorgt das für Probleme...

Seat - Durchschnittspreis: 20.661 Euro
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Denn auch die spanische Schwester Seat ist in einer sehr ähnlichen Preislage unterwegs. So streiten die beiden VW-Töchter am Ende um die gleiche Kundschaft.

Ford - Durchschnittspreis: 21.946 Euro
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Mit dem neuen Focus und dem neuen Mondeo hat Ford zwei Bestseller neu aufgelegt. Die durchschnittlichen Preise in Deutschland liegen darum leicht höher als im Branchenvergleich.

Mini - Durchschnittspreis: 22.276 Euro
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Bei keinem Hersteller wird anteilig mehr Sonderausstattung gewählt als bei der kleinen britischen BMW-Tochter. So steigt auch der Durchschnittspreis, obwohl - dem Namen entsprechend - hauptsächlich Kleinwagen mit dem Mini-Logo unterwegs sind.

Volkswagen - Durchschnittspreis: 25.508 Euro
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In Deutschland kann der Platzhirsch immer noch bessere Preise verlangen als viele Konkurrenten im Volumensegment. Hinzu kommen neue Modelle wie der Passat, die den Schnitt heben.

  • rtr
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