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Verkauf Ölkonzern BP stößt Raffinerie ab

Der Ölkonzern BP verkauft seine Unglücks-Raffinerie in Texas City. Bei der Explosion im Jahr 2005 gab es 15 Tote und dutzende Verletzte. Auch trennt sich das Unternehmen von Teilen des Vertriebs- und Logistik-Netzwerks.
08.10.2012 - 17:23 Uhr Kommentieren
Die brennende Ölplattform „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexico. Quelle: dpa

Die brennende Ölplattform „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexico.

(Foto: dpa)

London Der britische Ölkonzern BP verkauft seine Raffinerie in Texas City, die dem Unternehmen fünf Jahre vor der Ölpest im Golf von Mexiko Negativschlagzeilen beschert hatte. BP habe sich mit dem US-Unternehmen Marathon Petroleum auf den Verkauf der Raffinerie sowie von Teilen seines Vertriebs- und Logistik-Netzwerks im Südwesten der USA geeinigt, teilte BP am Montag in London mit. Marathon Petroleum zahle 2,5 Milliarden Dollar (1,9 Milliarden Euro).

Das Geld soll laut BP in die Entschädigungszahlungen wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko fließen. Seit Anfang 2010 habe BP bereits 35 Milliarden Euro durch die Veräußerung von Betriebsvermögen eingenommen. Bis Ende 2013 sollen es 38 Milliarden Dollar sein, wie der Konzern am Montag mitteilte.

Bei einer Detonation in der Raffinerie in Texas City waren im März 2005 insgesamt 15 Menschen getötet und 170 weitere verletzt worden. Untersuchungen ergaben, dass BP die Sicherheitsstandards nicht einhielt. Bei der Explosion der „Deepwater Horizon“ waren im April 2010 elf Arbeiter ums Leben gekommen. Hunderte Millionen Liter Erdöl strömten ins Meer. 87 Tage dauerte es, bis BP das Leck schließen konnte. Die Küsten von fünf US-Bundesstaaten wurden verseucht, der Fischfang und der Tourismus an der Golfküste massiv geschädigt.

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