Verkaufsschwäche Mercedes-Benz bricht der Absatz ein

Nach drei Jahren Wachstum ist der Absatz von Daimler erstmals wieder geschrumpft. Neben der Krise in Europa verlieren die Stuttgarter auch im wichtigen chinesischen Markt den Anschluss.
Update: 03.08.2012 - 14:43 Uhr 8 Kommentare

Verkaufsrückgang bei Daimler

StuttgartFas drei Jahre kannte Daimler nur Wachstum Damit ist es nun vorbei. Die Absätze in Juli sind geschrumpft. Im abgelaufenen Monat setzten die Schwaben 105 449 Fahrzeuge der Pkw-Marken Mercedes-Benz, Smart, AMG und Maybach ab - ein Minus von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Das teilte der Dax-Konzern am Freitag in Stuttgart mit. Immer mehr wird sichtbar, dass sich der schwäbische Autoriese dem Strudel der Eurokrise auf dem Heimatkontinent nicht entziehen kann. Massenhersteller wie Peugeot, Opel oder Fiat - die viel stärker von Europa abhängen - kämpfen bereits mit starken Einbrüchen.

Auch für Daimler ist Westeuropa der wichtigste Absatzmarkt - und er brach im Julivergleich zweistellig ein. Die Stuttgarter sind damit freilich nicht allein - die Absatzkrise auf Europas Automarkt macht auch anderen Autobauern und Zulieferern zu schaffen. Immerhin kommt Daimler aufs Jahr gesehen nach sieben Monaten bei seinem Auto-Absatz noch auf ein Plus von 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zuletzt hatten die Schwaben im Herbst 2009 ein Absatzminus verbucht.

Innerhalb Westeuropas (minus 10,2 Prozent) verzeichnete der Heimatmarkt Deutschland im Juli ein Minus von 11,3 Prozent. Sogar auf dem Wachstumsmarkt China sah es mit einem Rückgang von 0,8 Prozent nicht rosig aus. Ein Grund dafür ist nach dpa-Informationen, dass die alte B-Klasse in dem Riesenreich ausverkauft ist. Die neue Version ist erst Ende August zu haben - eine lange Durststrecke für Daimler.

Ähnlich verhält es sich in Deutschland: Daimlers Einsteigermodell der neuen A-Klasse kommt hierzulande erst im September in die Autohäuser - Kunden müssen sich gedulden und gezwungenermaßen ihre Käufe aufschieben. Derzeit gibt es mehr als 40 000 Vorbestellungen.

Das Warten auf die Kompakten passt ins Bild des Jahres 2012, das Daimler als einen Übergangszeitraum bezeichnet. Zwar verkauften die Stuttgarter im ersten Halbjahr so viele Autos wie nie - doch schon im Juni war die Delle sichtbar. Ende Juli hatten die Schwaben bereits auch bei der Quartalsbilanz geschwächelt und 11 Prozent weniger Gewinn ausgewiesen.

Die Konkurrenten schlagen sich besser
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8 Kommentare zu "Verkaufsschwäche: Mercedes-Benz bricht der Absatz ein"

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  • Bietchenkoopen,VW, Audi und Konsorten sind so schlecht, dass nur das VW Gesetz sie am Überleben hält. Wen wunderts auch bei einem Marktanteil von 2% in den USA und den Nazi Gründungsvätern. So ein Auto will halt keiner fahren.

  • Mercedes hat sein Gesicht verloren.
    Alle erfolreichen Marken haben ein über die gesamte Modellpalette durchgehendes hervorragendes Design.

    Auch mit größter Phantasie kann ich im Design bei Daimler keine Linie und leider auch keinen Anspruch erkennen. Nur ein Stern reicht nicht.

    Jeden Audi, BMW und Kia erkennen sie sofort auf 100 km Entfernung. Bei Mercedes muss man erst lange suchen und nachdenken, bevor man ihn als einen solchen erkennt.

  • ....sagen Sie mal, Sie haben wohl das Thema verfehlt!
    Sie haben nicht viel zu sagen, weil Ihnen die Kenntnis fehlt. Darum kommen Sie mit Ihrem lapidaren Schlußsatz, der nichts, aber auch garnichts mit Thema zu tun hat. Das ist arm, aber es sei Ihnen verziehen. Ist ja auch zuviel verlangt. Sie sollten sich lieber an solchen Diskussionen nicht beteiligen, denn das was Sie mitzuteilen haben, ist ein Schulmädchen Rapport.

  • Guten Tag,... Na wenn schon,... glauben Sie anderswo wachsen die Baeume in den Weiss-Blauen Himmel ?
    Mag sein dass Mercedes auch Problemen kennt,... Ich habe selbst schon welche miterlebt..... aber fast jeder der gegen Mercedes redet,... wuerde sich sofort ein Dutzend davon kaufen, wenn er bloss das Geld haette. Besten Dank

  • ...ist das ein Wunder? Nein. Warum? Der Erfinder des Automobils steht nicht mehr ganz oben an der Spitze. Und warum nicht? Weil in den letzten 20 Jahren Vorstände regiert haben, einschließlich dem Jetzigen, die alles andere als geeignet waren. Es waren Schwätzer, die sich im Schein des Sterns sonnten. Sie waren völlig ungeeignet diese Marke zu personifizieren. Schremp, Reuter die Vorgänger des Jetzigen waren der Marke abträglich. Sie haben nur Schaden verursacht. Eine Liaison mit Mitsubishi und Crysler einzugehen, war für die Marke der Todesstoß. Und jetzt mit der Rostlaube Renault eine Zusammenarbeit aufzubauen ist der letzte Höhepunkt, dieser unsäglichen Geschichte um MB. Der letzte Konstrukteur war Prof. Ing. Breitschwert. Er hat u. a. den G bis in die Sahara und auf den Salzsee in Uta begleitet und mit getestet. Danach gab es nur Selbstdarsteller. Und der jetzige HERR sollte vorzeitig in Rente gehen, um seinen Schnauzbart weiter pflegen zu können. Er hat der Marke nur die Unsicherheit gebracht, die heute alle Firmen haben. Bei Kriesen hat früher die Marke zugelegt, wenn alle anderen am Boden lagen. Was muß geschehen, um die Firm zu retten? Es muß oben ein glühender und echter Konstrukteur wieder die Leine in die Hand nehmen. Er muß von innen nach außen blühen. Seine Pupillen dürfen sich garnicht mehr zurückbilden. Es muß ihm eine Ehre sein, für diese Marke zu arbeiten. Und dann diese Preise, bei der Qualität. Man würde ja zahlen, wenn, ja wenn von der absoluten und zuverlässigen Rostvorsorge bis hin zu technischen Delikatessen alles stimmen würde. Gibt es Hoffnung? Kaum.
    Alles was angepackt wird, ist mit Zweifeln behaftet. Und darum ist mit weiteren Fehlentscheidungen zu rechnen. Die schlimmste zuletzt, wie oben schon erwähnt, die Zusammenarbeit mit Renault. Wie konnte man nur eine solche Verbindung eingehen? Es es ist unfaßbar. Und es deutet darauf hin, wie schlimm es im Innern von MB aussieht. Ein Großteil der alten Kunden ist abgewandert.

  • Komische Logik; und das war wohl vor Jahren anders? In meinem Bekanntenkreis haben viele aus anderen Gründen von MB zu ner anderen Marke gewechselt.

  • Bei Privatleuten ist MB sehr beliebt. Das größte Problem ist der Dienstwagen-Markt. Viele Angestellte dürfen keinen (neuen) MB fahren, auch wenn sie es gerne wollten. MB fährt in vielen Betrieben höchstens der Chef. Dadurch verliert MB viele potenzielle Kunden.

  • Spezialität der Daimlermanager und Dr. Z:
    Große Versprechen und Erklärungen warum es gerade bei Daimler nicht läuft und in Zukunft besser wird. Wenn DB so weitermacht sind sie 2020 nicht mehr selbständig.
    Ich habe mit meinen letzten 2 Mercedes sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Mein nächster Daimler wird ein Audi!

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