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Verschärfte Maskenpflicht Hohe Nachfrage nach FFP2-Masken: Hersteller weiten Produktion aus

Künftig sind in Bus und Bahn und beim Einkaufen medizinische Masken Pflicht. Hersteller erhöhen die Produktion, aber die Kapazitäten sind begrenzt.
20.01.2021 - 13:50 Uhr 1 Kommentar

Frankfurt .

In Bus und Bahn und beim Einkaufen müssen die Bürger künftig medizinische Masken tragen. Quelle: dpa
Bundeskanzlerin Angela Merkel mit FFP2-Maske

In Bus und Bahn und beim Einkaufen müssen die Bürger künftig medizinische Masken tragen.

(Foto: dpa)

Alltagsmasken sind passé: Im öffentlichen Nahverkehr, beim Einkaufen und auch im Gottesdienst müssen in Deutschland künftig medizinische Masken getragen werden. Das sind entweder sogenannte OP-Masken – also jene blau-weißen oder blau-grünen Masken, die auch Ärzte häufig tragen – oder FFP2-Masken, beziehungsweise deren Äquivalente.

Große und kleine Hersteller bauen jetzt die Produktion medizinischer Masken aus. Aber, wie eine Sprecherin des Medizintechnikunternehmens Dräger dem Handelsblatt sagt: „Unsere Kapazitäten reichen trotz aller Bemühungen nicht aus, um den aktuellen Bedarf zu decken.“

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    Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ABDA rechnet bereits mit steigenden Preisen für die FFP2-Masken angesichts der zu erwartenden höheren Nachfrage. Schon jetzt ist die Preisspanne breit: Je nach Packungsgröße werden FFP2-Masken online ab 1,20 Euro bis acht Euro je Stück angeboten, in Apotheken wird vielfach ein Einzelpreis von fünf Euro verlangt.

    Das Lübecker Unternehmen Drägerwerk sieht seit Beginn der Pandemie eine weltweit stark erhöhte Nachfrage nach Atemschutzmasken. Das Unternehmen hat bereits 2020 seine Kapazitäten signifikant erhöht und ist auch jetzt dabei, die Produktion weiter zu steigern. Nach Angaben der Sprecherin wird sich die monatliche Kapazität im Vergleich zum Jahresende 2020 noch einmal um rund 30 Prozent erhöhen. Wie viele Masken Dräger produziert, dazu macht das Unternehmen aus wettbewerbsrechtlichen Gründen keine Angaben.

    Mitbewerber 3M hat zum Ende des Jahres 2020 seine weltweite Produktionskapazität für Atemschutzmasken auf insgesamt zwei Milliarden Stück pro Jahr vervierfacht. Am deutschen Standort in Hilden entsteht aktuell mit Fördergeldern der Bundesregierung eine neue Fertigung für FFP2-Schutzmasken.

    Alle für die Maske relevanten Produkte werden in Hilden hergestellt und von dort aus zentral innerhalb Europas verteilt. Ab Frühjahr soll produziert werden: Geplant ist eine Produktion von jährlich etwa 150 Millionen FFP2 Atemschutzmasken für den europäischen Markt.

    Weiterhin Vorrang für systemrelevante Bereiche

    Die Nachfrage nach diesen Atemschutzmasken ist so hoch, dass die Hersteller auch weiterhin bestimmte Kundengruppen vorrangig bedienen. „Nahezu die gesamte Kapazität unserer Produktion geht nach wie vor weltweit in viele Anwendungen des Gesundheitswesens, an Kunden der öffentlichen Hand und in diverse systemrelevante kritische Industrien“, heißt es bei Dräger.

    Auch 3M gibt an, die Atemschutzmasken weiterhin vorrangig dorthin zu liefern, wo sie aktuell am dringendsten gebraucht werden: an das Gesundheitswesen und überall dorthin, wo die Menschen an vorderster Front gegen Covid-19 kämpfen.

    Seit Dezember hat Drägerwerk allerdings auch einen eigenen Onlineshop eingerichtet, bei dem private Verbraucher FFP2-Masken bestellen können – auch im Abo-Modell. Für das Unternehmen ist das Neuland – normalerweise beliefert Drägerwerk nur Geschäftskunden.

    Im Zuge der aktuellen Diskussionen um FFP2-Masken hat Dräger eine erhöhte Nachfrage im Onlineshop registriert: Alles in allem mache der Absatz an die Endverbraucher aber immer noch einen sehr kleinen Anteil der Gesamtverkäufe aus, heißt es bei Dräger.

    Doch nicht nur etablierte Maskenhersteller reagieren auf die aktuelle Nachfrage, auch neue Anbieter haben sich im Zuge der Pandemie auf die Produktion von FFP2-Masken konzentriert. In Moorenweis bei München etwa stellt die Firma DG Medicare seit vergangenem Oktober FFP2-Atemschutzmasken her.

    Aktuell sind es fünf Millionen Stück pro Monat, in drei Monaten sollen es zehn Millionen werden. Insgesamt plant das Unternehmen mit derzeit 40 Mitarbeitern eine Vervierfachung der Produktionsmenge bis Jahresende, sagt Jörg Rath, Geschäftsführer der Baumgartner & Rath GmbH, die den Vertrieb der Produkte übernommen hat.

    Die Masken von DG Medicare sind nach Angaben des Unternehmens mehrfach zertifiziert, CE zugelassen, und von der darauf spezialisierten Firma Palas aus Karlsruhe auf ihre Qualität geprüft. In diesem Monat beliefert das Unternehmen rund 600 Apotheken aus Bayern mit FFP2-Masken im Sechserpack, die zum Schutz der Risikogruppen vor dem Coronavirus auf Kosten der Bundesregierung abgegeben werden.

    Auch im Bereich der einfacheren medizinischen Masken bauen Hersteller ihre Produktion aus. „Medizinische Masken haben eine höhere Filterleistung als Community-Masken und schützen die Menschen in der Umgebung des Trägers besser“, sagt Goran Ćurić, Inhaber der Medical Sign GmbH.

    Der Unternehmer hat im vergangenen Jahr gemeinsam mit seinem Bruder Tomislav im norddeutschen Appen eine Produktion von medizinischen Masken hochgezogen und beliefert seit August auch die Bundesregierung. Die Produktionsleistung hat Medical Sign inzwischen von 100.000 auf 200.000 Masken pro Tag erhöht. Im Unternehmen mit 17 Mitarbeitern überlegt man nun, die medizinischen Masken über die Geschäftskunden hinaus auch dem Endverbraucher anzubieten.

    Mehr: Der Beschluss der Bundesregierung im Wortlaut

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    1 Kommentar zu "Verschärfte Maskenpflicht : Hohe Nachfrage nach FFP2-Masken: Hersteller weiten Produktion aus"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Es wäre doch schon gut, wenn darauf hingewiesen wäre, dass die medizinischen Masken im Grunde ein Bruchteil kosten und bei zugelassener Qualität auch sehr gut sind und nur sichergestellt sein sollte, dass es wirklich medizinische Masken sind. Wenn die auch abgebildet wären, wäre es Top.

      www.qualitaetsmasken-hamburg.de

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