Verseuchter Standort BASF und Shell zu Millionenzahlung verurteilt

Ehemalige Mitarbeiter haben BASF und Shell in Brasilien wegen Gesundheitsschäden verklagt. Nun haben sie einen Schadensersatz von 243 Millionen Euro errungen. Es ging um einen verseuchten Chemiestandort.
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Ehemalige Mitarbeiter von Shell protestieren wegen der Verseuchung des Standorts Paulinia. Shell und BASF müssen nun Schadensersatz zahlen. Quelle: Reuters

Ehemalige Mitarbeiter von Shell protestieren wegen der Verseuchung des Standorts Paulinia. Shell und BASF müssen nun Schadensersatz zahlen.

(Foto: Reuters)

BrasiliaDer Chemieriese BASF und der Mineralölkonzern Shell leisten in Brasilien eine millionenschwere Entschädigungszahlung an frühere Beschäftigte. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Brasilia am Montag mit. Die beiden Konzerne legen dafür umgerechnet bis zu 243 Millionen Euro auf den Tisch.

Ehemalige Mitarbeiter am Pflanzenschutzstandort Paulinia im Bundesstaat Sao Paulo hatten die Unternehmen wegen erlittener oder drohender Gesundheitsschäden verklagt, die von einer Verseuchung des Chemiestandorts herrühren. Der Rechtsstreit zieht sich schon länger hin.

BASF hatte den Standort in Paulinia vom US-Konzern American Cyanamid im Jahr 2000 erworben. American Cynamid wiederum hatte ihn 1995 vom Ölkonzern Shell übernommen, dem das Werk seit 1974 gehörte. BASF hatte stets argumentiert, dass die Umweltschäden dort aus der Zeit vor 2000 stammten.

  • rtr
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1 Kommentar zu "Verseuchter Standort: BASF und Shell zu Millionenzahlung verurteilt"

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  • Da hat sich BASF trotz umfangreichem Beraterstab von American Cyan(am)id über den Tisch ziehen lassen. Ausbaden müssen diese Fehler der Führungsriege die einfachen Mitarbeiter. Vielleicht Gehaltskürzung? Unbezahlte Mehrarbeit? Abbau von Stammpersonal und Aufstockung von Leiharbeiter zum Hungerlohn?

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