Verstaatlichung EnBW war 840 Millionen Euro zu teuer

Das Land Baden-Württemberg unter Ex-Ministerpräsident Stefan Mappus hat für den Energieversorger EnBW 840 Millionen Euro zu viel bezahlt. Das ist das Ergebnis eines aktuellen Gutachtens.
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Logo des Energieversorgers Energie Baden-Württenmberg (EnBW) an einem Umspannwerk in Karlsruhe. Quelle: dpa

Logo des Energieversorgers Energie Baden-Württenmberg (EnBW) an einem Umspannwerk in Karlsruhe.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDas Land Baden-Württemberg hat beim Kauf der EnBW-Anteile im Dezember 2010 rund 840 Millionen Euro zu viel bezahlt. Zu diesem Ergebnis kommt nach einem Informationen des Handelsblatts ein von der grün-roten Landesregierung in Auftrag gegebenes Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Warth & Klein Grant Thornton. Erstmals gibt es damit eine quantitative Schätzung eines möglichen Schadens für das Land.

Bei dem umstrittenen Einstieg hatte die damalige Landesregierung unter Stefan Mappus (CDU) für ein 45,01-Prozent-Paket 4,67 Milliarden Euro und damit einen Paketaufschlag von 18,6 Prozent an den französischen Stromkonzern EDF bezahlt. Die beim Kauf beratende Investmentbank Morgan Stanley hatte damals den Kaufpreis als angemessen gewertet. Die Wirtschaftsprüfer sehen den Paketzuschlag als "nicht gerechtfertigt" an, da das Land nicht Mehrheitsgesellschafter wurde. Die Prüfer sehen auch bei den anderen  Bewertungsmethodenarbeit von Morgan Stanley erhebliche Mängel.

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16 Kommentare zu "Verstaatlichung: EnBW war 840 Millionen Euro zu teuer"

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  • Ein Bewertungsunterschied von ca. plus/minus 20% ist im Rahmen von gutachterlichen Unternehmensbewertungen keine Ausnahme. Jeder professionelle UB-Gutachter kennt solche Bewertungsunterschiede von Gutachten (A) zu Gutachten (B).

    Bereits sehr kleine Unterschiede zur zukünftigen Gewinnerwartung und Zinsannahmen ergeben im Zuge der ewigen Rente solche Differenzen, auch wenn alle Gutachter strikt neutral d.h. ohne parteiliches Mandanteninteresse bewerten.

    Wenn es im Falle der EnBW-Anteile nicht das "politische Umfeld" gäbe, d.h. das ein Feld-Wald-und-Wiesen-Projekt zwischen Wirtschaftsunternehmen wäre, würde sich kein Betroffener oder Beteiligter über ca. plus/minus 20% Bewertungsunterschied aufregen.

  • Mappus schläft in einem ausländischen Bett! Er hat beim Pharma- und Chemiekonzern Merck "eine Führungsfunktion im Ausland" (Amerika oder Südostasien) übernommen.

  • @Birigoyo
    Der Fehler steckt schon im System und Namen. Weshalb sollte ein "STAATSANWALT" gegen VERTRETER des Staates ermitteln.


    Unser Apotheker Rössler ist ja auch der Meinung das es sich beim ESM "nur um grundsätzlich Zusagen handelt und kein Geld fliesst". Was sind da schon 800 ENBW Mio's?

    Peanuts

    Die direkte Auswirkung solcher korrupter Machenschaften konnten wir gestern lesen. Der MP von BW streicht 11.600 Lehrerstellen. So viel zur Zukunfts und Bildungsoffensive.

    Der Dt. Michel wird die Auswirkungen jedoch erst dann bemerken wenn die Zwangshypotheken auf Häuschen, , kommen (Vorschläge sind bereits vorhanden) der Zahlungsverkehr eingeschränkt wird, und das Geld für Hartz V nicht mehr ausreicht. Chips und Vera am Mittag sind wohl leider für viele wesentlich existenzieller als der derzeitige Ausverkauf der Demokratie.
    Selbst dem Dümmsten sollte auffallen das beim derzeitigen Ausverkauf der Republik die Verlieren die so genannte Bürgerliche Mitte und die Schichten darunter sind.

  • Was machen eigentlich die Journalisten der Stuttgarter Zeitung, Südwest Presse und Badischen Zeitung ... wenn sie nicht gerade in der Nase bohren?!
    Die sind doch alle Teil des Klüngel-Sumpfes.

  • Der Fall Mappus bekommt langsam aber sicher groteske Züge.
    Da sitzen viele wegen "Peanuts"im Kerker und dieser Volksschädling Nr.1 läuft noch frei herum.Schon alleine der von Mappus genehmigte Prügeleinsatz gegen Wutbürger in Stuttgart wäre
    eine Haftstrafe wert.Mappus hat den Ruf aller Politiker im einstigen-- Muschterländle--nachhaltig geschädigt!Mappus und sein kleines Helferlein Notheis sind auch noch in andere Affären verstrickt die jetzt noch im Hintergrund gären.
    Stichwort:Landesbank,Häussler usw...............

  • Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Warth & Klein Grant Thornton hat also einen Schaden von 840 Mio. €. festgestellt. Nun wissen wir, was das Handelsblatt dazu feststellt. Was sagt denn der Auftraggeber, also die grün-rote Landesregierung dazu? Und vor Allen, was hat das für Folgen bei dieser Landesregierung? Bisher sehe ich nur eine Wertschöpfungskette von Mappus, über Morgan Stanley, dem Verkäufer der Anteile, bis hin zum neuen Gutachter, denn der hat das sicher nicht für lau getan. Und wenn daraus jetzt nichts möglicherweise Strafrechtliches passiert, dann dient das Gutachten an sich quasi nur grün-roten Image, ja fast schon Wahlkampf. Das gilt auch, wenn schon vorab absehbar war, dass da strafrechtlich vielleicht rein gar nichts dabei herausspringen könnte. Denn dann hätten wir nämlich nichts weiter, als eine schöne, große, festgestellte Schadenssumme.

  • Dass Mappus zum Schaden des Landes Baden-Württemberg mit seinem Duz- und Parteifreund Notheis gegen die Verfassung den EnBW-Deal aus eigennützigen Gründen durchgezogen hat, ist so klar wie Kloßbrühe. Gäbe es in Stuttgart eine Staatsanwaltschaft, die auf dem Boden der Rechtsstaatlichkeit steht, wäre Mappus längst im Knast.
    Was für die EnBW gilt, gilt noch mehr für S21, den größten Betrug am Steuerzahler aller Zeiten.

  • Den Beweis dass er überhaupt rechnen kann, bleibt Mappus weiterhin schuldig!

  • [+++Beitrag wurde von der Redaktion gelöscht+++]

  • Ein Beispiel an Israel nehmen, einmal mehr Korruption mit offenem Visier bekämpfen. Mappus volle Deckung oder einfache staatsmännische Decklung von Notwendigkeiten zum Wohle aller BürgerINnen. Schwabenlan, Schlaraffenland, abgebrannt?

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