Verteidigung: Rheinmetall rechnet mit Zuschlag für Großteil des Bundeswehr-Sondervermögens
Der Rüstungskonzern Rheinmetall streicht nach eigenen Angaben rund ein Drittel des 100 Milliarden Euro schweren Sondervermögens zur Aufrüstung der Bundeswehr ein. „Sie können davon ausgehen, dass am Ende zwischen 30 und 40 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen zu uns kommen“, sagte Rheinmetall-Chef Armin Papperger der „Süddeutschen Zeitung“.
Dass der Konzern damit in der Industrie der größte Nutznießer dieses Topfes sein dürfte, sieht Papperger dem Bericht zufolge nicht als verwunderlich an. „Wir sind ja auch das größte deutsche Unternehmen in diesem Bereich“, sagte der Manager. „Wenn wir da den kleinsten Anteil bekommen hätten, dann hätten wir irgendwas falsch gemacht.“ Für das Geld liefere Rheinmetall Flugabwehrausrüstung, Lkw, Munition und einen Teil des Programms zur Beschaffung von F35-Kampfjets.
Papperger forderte von der Bundesregierung erneut eine Sicherung der Bundeswehrfinanzierung für die Zeit nach dem Aufbrauch des Sondervermögens. Der Rheinmetall-Chef hatte bereits früher erklärt, er sehe einen zusätzlichen Bedarf der Bundeswehr von 30 Milliarden Euro pro Jahr. Verteidigungsminister Boris Pistorius trommelt bereits für mehr Geld für die Streitkräfte.