Vertragsverlängerung Ghosn bleibt Renault-Chef – und bereitet Nachfolge vor

Der 63-Jährige wird auch die kommenden vier Jahre den Kurs des Autobauers steuern. Einen möglichen Nachfolger gibt es bereits.
Update: 16.02.2018 - 08:07 Uhr 1 Kommentar
Der Renault-Chef will Thierry Bolloré zu seinem Stellvertreter machen. Quelle: AFP
Carlos Ghosn

Der Renault-Chef will Thierry Bolloré zu seinem Stellvertreter machen.

(Foto: AFP)

ParisRenault-Chef Carlos Ghosn soll für eine weitere Amtszeit an der Spitze des französischen Autobauers bleiben. Der Verwaltungsrat gab am Donnerstagabend grünes Licht, den Vertrag mit dem 63-Jährigen für vier Jahre zu verlängern. Darüber soll nun die Hauptversammlung der Anteilseigner im Juni entscheiden. Ghosn habe zudem entschieden, Thierry Bolloré zur neuen Nummer zwei des Konzerns zu ernennen, teilte der Verwaltungsrat weiter mit. An diesem Freitag stellt der Autobauer seine Jahreszahlen für 2017 vor, dazu ist auch eine Pressekonferenz mit Ghosn angekündigt.

Bolloré war im Vorstand bislang für Wettbewerbsfragen zuständig und wird nun stellvertretender Generaldirektor - ein Posten, den es derzeit nicht gibt. Das Pariser Wirtschaftsministerium hatte auf die Positionierung eines möglichen Nachfolgers Ghosns gedrängt. Der französische Staat hält 15 Prozent an Renault.

Nach Angaben von Wirtschaftsminister Bruno Le Maire stimmte Ghosn zu, sein Gehalt um 30 Prozent zu verringern. Deshalb habe der Staat im Verwaltungsrat für die Entlohnung des Renault-Chefs gestimmt, sagte Le Maire der französischen Nachrichtenagentur AFP.

Die Höhe von Ghosns Gehalts hatte in der Vergangenheit für Auseinandersetzungen mit dem französischen Staat gesorgt. Der heutige Präsident Emmanuel Macron hatte den Autobauer im Jahr 2016 in seiner damaligen Funktion als Wirtschaftsminister bei diesem Thema unter Druck gesetzt, woraufhin Ghosn Zugeständnisse machte.

Nach dem Willen des Verwaltungsrats sollen die kommenden vier Jahre unter anderem genutzt werden, die Nachfolgeplanung an der Renault-Spitze voranzutreiben. Außerdem solle in dieser Zeit dafür gesorgt werden, dass die maßgeblich von Ghosn geprägte Allianz mit den japanischen Autobauern Nissan und Mitsubishi dauerhaft Bestand hat.

Der in Brasilien geborene Manager hatte 1999 von Renault kommend die Spitze von Nissan übernommen, um den verschuldeten Konzern aus der Krise zu führen. 2005 hatte Ghosn auch die Spitze von Renault übernommen. Die Franzosen sind mit Nissan durch Überkreuz-Beteiligungen verbunden.

Renault, Nissan und Mitsubishi verkauften im vergangenen Jahr zusammen 10,6 Millionen Autos und leichte Nutzfahrzeuge weltweit. Bei Nissan gab Ghosn den Posten des Vorstandschefs im vergangenen Frühjahr ab, blieb aber Präsident. Zudem führt er die Allianz.

  • dpa
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  • VERTRAGSVERLÄNGERUNG
    Ghosn bleibt Renault-Chef – und bereitet Nachfolge vor
    Der 63-Jährige wird auch die kommenden vier Jahre den Kurs des Autobauers steuern. Einen möglichen Nachfolger gibt es bereits.

    .........................

    Renault ist bereits in Marokko produktiv und erfolgreich !

    RENAULT SOLLTE IN MAROKKO NOCH EINE FABRIK ERSTELLEN FÜR VANS UND KLEINBUSSE und dabei die Sparte der Kleinbusse SOGAR ERHÖHEN AUF BUS BAU FÜR 20 bis 25 Sitzige Busse FÜR AFRIKA UND DAS AFRIKANISCHER KONTINENT !!!

    Dort wo VW und MAN versagten müssen andere den Anfang waagen um die Konkurrenten zu überholen.

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