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Vier starke Industrien Unbeschadet durch die Euro-Krise

Die deutschen Industrie kommt besser durch die Euro-Krise als das produzierende Gewerbe im Rest Europas. Das Handelsblatt stellt vier Industriezweige vor, die in den kommenden Jahren mit gutem Wachstum rechnen können.
29.10.2012 - 12:22 Uhr Kommentieren
Alte Aufträge aus den Boomjahren und neue Orders lassen 2013 die Produktion kräftig steigen. Quelle: dpa

Alte Aufträge aus den Boomjahren und neue Orders lassen 2013 die Produktion kräftig steigen.

(Foto: dpa)

Maschinen- und Anlagenbau

Das leicht gebremste Wachstum in China geht an EBM-Papst nicht spurlos vorbei - schließlich ist das aufstrebende Schwellenland der wichtigste Auslandsmarkt des Weltmarktführers für energiesparende Ventilatoren und Motoren. Doch dank des Absatzes in anderen asiatischen Ländern wird der schwäbische Maschinenbauer seinen Umsatz von zuletzt knapp 1,4 Milliarden Euro in diesem Jahr halten können.

Die gegenwärtige Atempause nutzt Rainer Hundsdörfer, seit 100 Tagen an der Spitze des Mittelständlers, für den ab Anfang 2013 erwarteten Aufschwung: "Wir erhöhen unsere Anstrengungen in Vertrieb und Entwicklung", sagte er. EBM-Papst spreche gezielt Kunden an, die zuvor mangels Kapazitäten vertröstet werden mussten. "Inzwischen holen wir uns sogar Aufträge von asiatischen Wettbewerbern zurück."

Das Unternehmen steht damit exemplarisch für die Situation im deutschen Maschinen- und Anlagenbau. Rund 209 Milliarden Euro Umsatz peilt die Branche in diesem Jahr an, eine Milliarde mehr als im Rekordjahr 2008. Weil der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mit einer spürbaren Konjunkturerholung in wichtigen Schlüsselmärkten wie Asien und den USA rechnet, erwartet er, dass die Branche 2013 noch einmal zwei Prozent mehr produzieren wird als in diesem Jahr. "Eine Rezession im Maschinenbau ist nicht in Sicht", sagt VDMA-Präsident Thomas Lindner.

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    Neben der hohen Exportquote von rund 75 Prozent helfen den Maschinen- und Anlagenbauern vor allem ihre gut gefüllten Auftragsbücher aus den zurückliegenden beiden Boomjahren. So könnte die Produktion in den kommenden sechs Monaten auch ohne einen einzigen neuen Auftrag weiterlaufen - bei nahezu voller Kapazitätsauslastung.

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