Volkswagen Audi und Porsche schieben VW zu Rekordgewinn

Trotz Absatzproblemen in Brasilien und Russland hat Volkswagen seinen Gewinn überraschend kräftig gesteigert. Angeschoben wurde das operative Ergebnis erneut von den beiden Premiummarken Audi und Porsche.
Update: 27.02.2015 - 19:40 Uhr 1 Kommentar

VW: Auf dem Weg zum Weltmarktführer

VW: Auf dem Weg zum Weltmarktführer

HamburgVolkswagen hat den Gewinn gesteigert und beteiligt die Aktionäre mit einer höheren Dividende. Das operative Ergebnis kletterte trotz Problemen in Südamerika und Russland um knapp neun Prozent auf 12,7 Milliarden Euro. Damit lag das Ergebnis am oberen Rand der vom Management gesteckten Zielspanne. Analysten hatten mit 12,5 Milliarden gerechnet.

Der Volkswagen-Konzern hat seinem Großaktionär Porsche SE 2014 einen unerwartet satten Gewinnanstieg beschert. Das Konzernergebnis nach Steuern werde voraussichtlich drei Milliarden Euro erreichen, erklärte die von den Familien Porsche und Piech kontrollierte Holding am Freitag. Bislang hatten die Schwaben zwischen 2,2 Milliarden Euro und 2,7 Milliarden Euro erwartet. Die Porsche SE hält rund 50,7 Prozent der VW-Stammaktien und wird ihre endgültigen Zahlen am 17. März vorlegen.

Für Enttäuschung an der Börse sorgte, dass VW den Ausblick für das laufende Jahr vorsichtig formulierte. Die Aktie verlor am Dax-Ende fast drei Prozent an Wert. „Angesichts gedämpfter Wachstumsaussichten in Regionen außerhalb Chinas wird 2015 sicher kein Selbstläufer“, sagte Finanzchef Hans Dieter Pötsch am Freitag. Dennoch wolle Volkswagen bei Umsatz und Ergebnis erneut zulegen.

Das ist das Autoreich von VW
Bentley - Umsatz: 887 Millionen Euro - Gewinn: 95 Millionen Euro (+ 37 Millionen Euro)*
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Die britische Nobeltochter ist das Übrigbleibsel aus einer Übernahmeschlacht im Jahr 1998 zwischen BMW und Volkswagen um Rolls-Royce, in der sich die Wolfsburger am Ende durchsetzten, doch auch einen Streit um Markenrechte lostraten, der am Ende in der Scheidung der beiden britischen Marken gipfelte. Mittlerweile sind die Briten auch außerordentlich profitabel - und längst mehr als ein Imageprodukt.

*im ersten Halbjahr 2014

Seat - Umsatz: 3,9 Milliarden Euro - Verlust: 37 Millionen Euro (+ 3 Millionen Euro)
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Das spanische Sorgenkind des VW-Konzerns verkauft zwar - auch durch den Erfolg des Leon - wieder deutlich mehr Autos. Doch profitabel sind die Spanier immer noch nicht. Das Unternehmen, das in seiner Historie eine enge Beziehung zu Fiat pflegte, ist seit 1986 Teil des Markenreiches der Wolfsburger.

VW Nutzfahrzeuge - Umsatz: 4,7 Milliarden Euro - Gewinn: 280 Millionen Euro (+ 34 Millionen Euro)
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Als eigene Marke im VW-Konzern wird die Nutzfahrzeugsparte seit 1995 geführt. Mit dem Tranporter haben die Hannoveraner eines der bekanntesten Modelle des Segments im Portfolio. Doch insgesamt bewegt sich VW Nutzfahrzeuge in schwierigem Gelände: Vor allem braucht man dringend einen Großtransporter, wenn die Gemeinschaftsproduktion mit Daimler ausläuft.

Scania - Umsatz: 5,1 Milliarden Euro - Gewinn: 476 Millionen Euro (+ 12 Millionen Euro)
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Nachdem Volvo vergeblich versucht hatte, bei Scania das Steuer zu übernehmen, griff 1999 der VW-Konzern zu. Um aus Scania und MAN einen neuen Nutzfahrzeugriesen zu schaffen, zog man in diesem Jahr in Wolfsburg die Zügel an - und übernahm alle Aktien der Schweden. Bald könnte sich das Unternehmen von der Börse verabschieden.

Skoda - Umsatz: 6,0 Milliarden Euro - Gewinn: 425 Millionen Euro (+ 182 Millionen Euro)
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Die Tschechen sind einer der großen Gewinnbringer im VW-Konzern. Kein Wunder, dass der Fabia das erste Auto aus der Kleinwagenriege ist, das auf dem neuen Baukasten-System basiert. 1990 nutzte VW die Gunst der Stunde und setzte sich beim Privatisierungsverkauf gegen Renault und BMW durch. Seitdem geht es steil aufwärts für Skoda.

MAN - Umsatz: 6,7 Milliarden Euro - Gewinn: 222 Millionen Euro (+ 346 Millionen Euro)
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Die zweite Lkw-Tochter macht endlich wieder Gewinn. Doch wie es mit den Münchenern weitergeht, ist weiterhin ungewiss. Denn die Allianz mit der Konzernschwester Scania geht nur schleppend voran - zu groß scheinen die Gräben zwischen den Schweden und den Bayern.

Porsche - Umsatz: 8,2 Milliarden Euro - Gewinn: 1,4 Milliarden Euro (+ 104 Millionen Euro)
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Gewinne, Gewinne, Gewinne - der Sportwagenbauer aus Zuffenhausen fährt bei der Rendite allen anderen Autobauern davon. Mit einer Hybrid-Offensive will Porsche auch beim Verbrauch in die Spitzengruppe vorstoßen. Ihre Unabgängigkeit verloren die Schwaben im Jahr 2009 - nachdem sie ihrerseits vergeblich versucht hatte, den größeren Konkurrenten Volkswagen zu übernehmen.

Der Überschuss zog den vorläufigen Zahlen zufolge im abgelaufenen Jahr um ein Fünftel Prozent auf elf Milliarden Euro an. Dazu trug auch das starke China-Geschäft bei, das VW als Beteiligung im Finanzergebnis verbucht. Die Dividende soll um je 80 Cent auf 4,80 Euro je Stamm- und 4,86 Euro je Vorzugsaktie erhöht werden. Hier hatten Experten mit mehr gerechnet. Den Anteilseignern war mittelfristig eine höhere Ausschüttungsquote versprochen worden.

Für das laufende Jahr nimmt sich das Management im Kerngeschäft erneut eine operative Rendite in der Spanne zwischen 5,5 und 6,5 Prozent vom Umsatz vor. Der Konzernerlös solle um bis zu vier Prozent steigen.

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1 Kommentar zu "Volkswagen: Audi und Porsche schieben VW zu Rekordgewinn"

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  • Warum rollen bei der Konzernmutter VW keine Köpfe in Anbetracht einer katastrophalen Rendit von ca. 1.4%.
    Warum erhält der Konzern Vorstand keine Frischzellen Therapie in Form junger Leute?
    Warum muss ein fast 70 Jähriger imer noch den Konzern leiten?
    Fragen über Fragen!!

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