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Volkswagen baut Stellen ab Ein historischer Einschnitt für VW

Vorstand und Betriebsrat von VW haben ihr Sparpaket mit drastischen Einschnitten für die deutschen Standorte präsentiert. Doch der Erfolg ist nicht garantiert. Ein Zaudern kann sich VW nicht mehr erlauben. Ein Kommentar.
18.11.2016 - 10:32 Uhr 43 Kommentare

„Mitarbeiter müssen die Zeche zahlen, weil Winterkorn alles ausgesessen hat“

Wolfsburg Es ist ein dramatischer Tag für den Volkswagen-Konzern. In den nächsten Jahren sollen bis zu 30.000 Menschen das Wolfsburger Unternehmen verlassen, 23.000 davon in Deutschland. So tief ist ein Einschnitt bei Volkswagen nie zuvor gegangen. Deshalb ist es durchaus angebracht, von einem historischen Pakt zu sprechen, auf den sich Vorstand und Betriebsrat verständigt haben.

Es wird ein schmerzlicher Einschnitt, auf den sich besonders die deutschen Standorte einzustellen haben. Wenn von den gut 120.000 Arbeitsplätzen hierzulande an die 20 Prozent dauerhaft gestrichen werden, dann tut das weh.

Aber es gibt keine Alternative dazu, dass Volkswagen in Deutschland kleiner, schneller und agiler werden muss. Die Rendite von aktuell 1,6 Prozent bei der Marke VW ist im Vergleich zu den meisten anderen Wettbewerbern miserabel. Premiumanbieter wie Mercedes und BMW treten mit an die zehn Prozent in einer anderen Liga an, selbst ein Massenhersteller wie Peugeot ist mit rund sechs Prozent deutlich besser.

VW muss in Deutschland unbedingt mit den Kosten herunter, und dazu gehört dann eben auch ein Stellenabbau in wirklich großen Dimensionen. Aus Sicht der Betroffenen ist das ein harter Schlag. Aber, ganz der Tradition des Konzerns entsprechend, geht Volkswagen dabei einen sozialverträglichen Weg. Betriebsbedingte Kündigungen wird es nicht geben. Den überwiegenden Teil des Stellenabbaus erreicht Volkswagen über Altersteilzeit und Vorruhestand. Insofern werden die Beschäftigten die Last des Stellenabbaus nicht zu tragen haben.

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    Hier lässt Volkswagen Autos bauen
    Werk in Dresden
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    Der Standort Dresden ist ganz der elektronischen Zukunft des Volkswagen-Konzerns gewidmet: In der sächsischen Landeshauptstadt produzieren 525 Mitarbeiter den E-Golf. Damit ist es das kleinste Werk des Autobauers in Deutschland.

    Quelle: Volkswagen

    (Foto: dpa)
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    Roboter sind beim Karosseriebau des Golf VII im Werk der Volkswagen Sachsen GmbH im Einsatz. Im Werk in Zwickau bauen 8.820 Mitarbeiter den regulären Golf mit Verbrennungsmotor.

    (Foto: dpa)
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    (Foto: dpa)
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    Auch in Salzgitter fertigen 6.906 Mitarbeiter Motoren. Im Bild: Dieselmotoren vom Typ MDB. Dieselfahrzeuge stehen im Zentrum des andauernden VW-Abgasskandals.

    (Foto: dpa)
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    Schweißroboter im Karosseriebau in der Passat-Produktion im Volkswagen-Werk in Emden. In dem niedersächsischen Werk arbeiten 9.017 Mitarbeiter.

    (Foto: dpa)
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    Im VW-Werk Kassel in Baunatal werden Getriebe gefertigt. Mit 16.536 Mitarbeitern ist es die zweitgrößte Produktionsstätte der Republik.

    (Foto: dpa)
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    Achsen und Lenkung stehen im VW-Werk Braunschweig auf der Agenda. In dem Werk arbeiten 7.031 Mitarbeiter.

    (Foto: dpa)

    Elektrifizierung und Digitalisierung geben dem VW-Konzern in den kommenden Jahren ein neues Gesicht. Der Batterieantrieb, das Autonome Fahren und die neuen Mitfahrdienste werden Milliarden an Investitionen verschlingen. Doch zugleich gehen Volkswagen an anderer Stelle gewaltige Milliardenbeträge verloren – als Strafgelder und Entschädigungszahlungen in der Dieselaffäre. Deshalb ist der neue Sparkurs erst recht unverzichtbar. Nur wenn VW schlanker und effizienter wird, lassen sich die zusätzlichen Investitionen finanzieren.

    VW muss mit dem Sparen ernst machen
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    Mehr zu: Volkswagen baut Stellen ab - Ein historischer Einschnitt für VW
    43 Kommentare zu "Volkswagen baut Stellen ab: Ein historischer Einschnitt für VW"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @ Harald Trautmann ........ "Was ist nur aus Deutschland geworden?
      Wann wird endlich die NOTBREMSE gezogen und dieser Wahnsinn beendet?"
      -------------------------------------------------------------------------------------------------------
      Wir werden uns alle noch wundern, was aus Deutschland erst wird !!
      Die Notbremse wurde von Frau Dr. Merkel im Jahre 2015 ausgebaut und
      es wird nun versucht, die Bremsung des Hochgeschwindigkeitszuges mit politischem Schaum herbei zu führen.

    • Es ist nicht möglich, dass ein derartig großer Betrug nicht in der Firmenhierarchie bekannt war. Und das noch von dem einzigen Autohersteller in Deutschland, der zum Teil in staatlicher Hand ist (oder ist das kein Zufall). Sind eigentlich alle Verantwortlichen des Betrugs zur Verantwortung gezogen worden? Die unglaubliche Dummheit der Verantwortlichen bringt dieses historische großartige Autounternehmen an den Rand der Existenz.

    • Der Weltkonzern VW hat eine super Produktpalette. Die Produkte sind von hoher Qualität. Die Loser hier im Blog haben weder Ahnung respektive das Geld, sich ein neues Produkt zu kaufen. Der R8 meines Sohnes hat in 2 Jahren 160 Tkm zurück gelebt ... null Probleme.
      Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal nicht posten!!!!!.

    • Ist doch bei den PKW Herstellern genauso. Mit jedem neuen Modell wird die Ausstattung billiger und die verbaute Materialqualität schlechter. Siehe auch die ganzen PKW-Rückrufe der Vergangenheit!

    • Umso schlechter die Qualität wird, umso mehr steigen dafür die Preise.
      Ich bin es einfach nur noch leid und ich verstehe die Verbraucher nicht, warum sie da überhaupt noch weiterhin mitspielern und diesen Mist kaufen.

    • Und mit jedem neueren Modell wird die Verarbeitungs- und Materialqualität mieser, die Ware minderwertiger.
      Gleiches gilt für die Größenangaben von Kleidungsstücken.
      Darauf können Sie sich seit Jahren auch nicht mehr verlassen.
      Nicht weil sich die eigene Figur verändert hat, sondern weil die einfach aus Profitgründen am Stoff einsparen und die Teile immer enger zuschneiden und zusammennähen!
      Das ist jedenfalls meine Erfahrung mit „Made in China und Co“.

    • @ Herr Steffen Syrbius
      „Im übrigen gehören zu den Globalisierungsgewinnern die Verbraucher, die viel Geld mit billig im Ausland hergestellten Waren gespart haben (Kleidung, Handys, KFZ etc.). “

      Nein, die Rechnung können Sie so nicht aufmachen, da viele der Auslandswaren einfach qualitativer Schrott sind. Egal ob Kleidung, Schuhe, Handys usw. größtenteils ist das Zeug nach 1 Jahr am Arsch. Kaufen sie sich heute mal ein paar Laufschuhe, dann verstehen Sie, was ich meine! Alles nur noch billigst zusammengeklebter Sondermüll aus Kunststoff- und Chemiefasern und Synthetik. Zudem wird das Zeug dann noch teuer verkauft, ich rechne immer noich in D-Mark um. Wenn ich dann sehe, was für Preise für diesen Schrott abgerufen werden, dann stimmt es einfach nicht, das ich Geld eingespart habe, weil ich doppelt und dreifach nachkaufen muss, um überhaupt über eine gewisse Zeitspanne, die Waren nutzen zu können.

    • "Da muss man schon einen breit aufgestellten Sachverstand haben. "
      Echt jetzt? Was haben Bots denn für Sachverstand??

    • @Harald Trautmann: Um Ihre Frage zu beantworten: Das Geld ist gutteils an andere Euroländer gegangen. Vermutlich ist das aber nicht die Antwort, die Sie hören wollen.
      Im übrigen gehören zu den Globalisierungsgewinnern die Verbraucher, die viel Geld mit billig im Ausland hergestellten Waren gespart haben (Kleidung, Handys, KFZ etc.). Ein Sacherverhalt, den auch Herr Trump gerne ausblendet, wenn er gegen die Globalisierung wettert.
      Interessant ist in diesem Zusammenhang die Frage, ob wir bei fortschreitender Automatisierung/Digitalisierung (Stichwort Industrie 4.0) tatsächlich noch einen Fachkräftemangel haben werden? Wieviel gut ausgebildete Menschen brauchen Industrie, öffentlich Hand und Banken/Versicherungen noch?Und was machen wir dann erst mit den ganzen Migranten?

    • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

      @ Herr Hoffmann

      ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
      Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

      Aber immer gerne, dafür gebe ich und Herr von Horn uns richtig Mühe.
      Nicht einfach den ganzen Tag zu allen Artikeln Kommentare zu schreiben.
      Da muss man schon einen breit aufgestellten Sachverstand haben. Danke

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