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Volkswagen Elektrovorstand Thomas Ulbrich bleibt nun doch bei VW

Der Elektrovorstand wollte den Konzern eigentlich in diesem Jahr verlassen. Doch der „Retter des ID.3“ bleibt – und steigt sogar zum Entwicklungsvorstand auf.
19.01.2021 - 17:06 Uhr Kommentieren
VW-Vorstand Thomas Ulbrich Quelle: Franz Bischof für Handelsblatt
Thomas Ulbrich

Der Automanager arbeitet seit 2014 als VW-Markenvorstand. Nun übernimmt er das neue Ressort „New Mobility“..

(Foto: Franz Bischof für Handelsblatt)

Düsseldorf Eigentlich standen schon alle Zeichen auf Abschied. Vor Weihnachten hatte Volkswagen bestätigt, dass Elektrovorstand Thomas Ulbrich das Unternehmen im neuen Jahr verlassen würde. Doch plötzlich gibt es einen Sinneswandel in Wolfsburg: Ulbrich bleibt. Der 54-Jährige wird zum 1. Februar neuer Entwicklungsvorstand der Marke Volkswagen, wie der Konzern am Dienstag bestätigte.

Ulbrich gilt in Wolfsburg als der „Retter des ID.3“. Als Elektrovorstand der Marke VW trägt er maßgeblichen Anteil daran, dass das erste echte Elektroauto aus dem Hause Volkswagen doch noch einigermaßen rechtzeitig im vergangenen Jahr zu den Händlern gekommen ist. Software-Probleme stellten den für den Sommer geplanten Verkaufsstart immer wieder in Frage. Ulbrich war es am Ende dann doch gelungen, das Auto mit einer einigermaßen funktionierenden Software auf den Markt zu bringen.

Volkswagen hatte Ulbrich zuerst vorgeschlagen, dass er nach dem Abschluss der Arbeiten am ID.3 nach China wechseln sollte. In einem neuen Joint Venture mit dem chinesischen Joint-Venture-Partner JAC sollte der Automanager weitere Elektroautos entwickeln. Doch Ulbrich wollte nicht in die Volksrepublik wechseln. Eine Kompromisslösung schien nicht mehr möglich, Ulbrich hatte sich deshalb auf den Abschied von Volkswagen eingestellt.

In den zurückliegenden Wochen hat sich dann doch noch Entscheidendes in Wolfsburg getan. „Wenn wir Thomas Ulbrich verloren hätten, dann wäre das ein echter Verlust für den Konzern gewesen“, sagt ein Vorstandskollege. Nicht nur als „Retter des ID.3“ habe er sich große Verdienste für den Konzern erworben, sondern zuvor auch schon an anderer Stelle. Ulbrich gilt als einer der besten „Problemlöser“ im gesamten Unternehmen, der auch vor schwierigen Aufgaben nicht zurückschreckt.

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    Bei Volkswagen begann vor den Feiertagen die Suche nach einem anderen Posten, den Ulbrich nicht so schnell würde ablehnen können. Der bisherige VW-Entwicklungsvorstand Frank Welsch, 56, ist in Wolfsburg nicht unumstritten. Fehler in der Fahrzeugentwicklung – beim ID.3 oder dem neuen Golf – gehen letztlich auf sein Konto. Deshalb war bei Volkswagen immer wieder darüber spekuliert worden, dass Welsch gehen muss. Jetzt ist es soweit: Er wird neuer Leiter der Qualitätssicherung im Konzern und macht damit den Posten frei.

    Aufstieg in einen Schlüsselbereich

    Ulbrich konnte bei dem neuen Jobangebot kaum Nein sagen. Denn die Position des VW-Entwicklungsvorstands kommt einem echten Aufstieg gleich. Etwa 11.000 Ingenieure arbeiten in Wolfsburg in der Technischen Entwicklung (TE), die zu den wichtigsten Schlüsselbereichen im gesamten Konzern gehören.

    Auf seinem neuen Posten wird Ulbrich die Elektrifizierung weiter vorantreiben und die Autos nachfolgender Generationen deutlich digitaler machen. Beim ID.3 musste er diese Aufgaben schon im kleineren Maßstab umsetzen. Jetzt bekommt er die Verantwortung für die gesamte künftige VW-Fahrzeugflotte. Außerdem sollen Entwicklung und Produktion künftig enger kooperieren, um die Fertigungskosten weiter senken zu können. Ulbrich hat bei Volkswagen viele Jahre in der Produktion zugebracht, kennt also gerade auch diese Welt.

    „Es freut mich auch, dass uns Thomas Ulbrich mit seiner Expertise erhalten bleibt“, kommentierte Konzernchef Herbert Diess die Personalentscheidung. Ohne ihn wäre Volkswagen bei der E-Mobilität „sicher nicht so weit wie heute“.

    Mehr: E wie Erwartungshaltung – der VW ID.3 im Handelsblatt-Autotest

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