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Volkswagen-Jahresbilanz WLTP-Probleme drücken die VW-Rendite nach unten

Der VW-Konzern erreicht sein Vorjahresergebnis. Doch bei den einzelnen Marken gibt es zum Teil gehörige Probleme. Die Gewinnmaschine stottert.
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Elektro-Offensive bei VW – „Wir werden Arbeitsplätze abbauen“

WolfsburgDie großen Probleme mit der Umstellung auf die neuen Zulassungsstandards nach der WLTP-Norm haben sich praktisch bei allen Marken des Konzerns niedergeschlagen. Mit der Ausnahme von Seat ist die operative Rendite aller Töchter im vergangenen Jahr gesunken, wie der Konzern am Dienstagmorgen in Wolfsburg mitteilte.

Am stärksten sichtbar ist dieser Effekt bei Audi, Skoda und Porsche. Die Marke VW verpasst sogar ihr eigentliches Renditeziel. Das starke China-Geschäft und die Finanzdienstleistungen sorgten für einen Ausgleich – auf Konzernebene erreichte Volkswagen 2018 ungefähr wieder das Ertrags- und Renditeniveau des Vorjahres.

Vorstandschef Herbert Diess bezeichnete 2018 trotzdem als „erfolgreiches Jahr für den Volkswagen-Konzern“. Das Unternehmen habe sich ordentlich geschlagen, alle Marken hätten dazu beigetragen. Jetzt gelte es, „das Tempo weiter zu erhöhen und die eingeleitete Transformation entschlossen fortzusetzen“.

Die Marke Volkswagen hat im vergangenen Jahr einen operativen Gewinn von 3,2 Milliarden Euro erreicht, 100 Millionen weniger als 2017. Die operative Rendite ist dadurch von 4,2 auf 3,8 Prozent gefallen. Die Marke hat damit ihre eigenen Vorgaben verfehlt: Ursprüngliches Ziel war eine Marge zwischen vier und fünf Prozent.

Bei Audi ist das operative Ergebnis von 5,1 auf 4,7 Milliarden Euro gefallen. Die Rendite ging dadurch von 8,5 auf 7,9 Prozent zurück. Audi leidet bis heute an den WLTP-Problemen. Bei der Ingolstädter Premiumtochter fehlen weiterhin Autos in der Modellpalette, weil die WLTP-Prüfverfahren nicht rechtzeitig abgeschlossen werden konnten.

Die WLTP-Probleme haben auch die tschechische Tochter Skoda arg belastet. In den zurückliegenden Jahren war Skoda der Aufsteiger unter den Konzernmarken, die Rendite war bis auf 9,7 Prozent gestiegen. 2018 ist das operative Ergebnis erstmals wieder gefallen – von 1,6 auf 1,4 Milliarden Euro. Die operative Rendite ging dadurch von 9,7 auf 8,0 Prozent zurück.

Bei Porsche stiegen die Umsätze deutlich stärker als der Gewinn (Umsatz: plus 9,2 Prozent auf 23,7 Milliarden Euro, operativer Ertrag: plus 2,7 Prozent auf 4,1 Milliarden). Die Rendite ist damit deutlich von 18,5 auf 17,4 Prozent gefallen.

Für die britische Tochter Bentley ist 2018 zum erwartet schwarzen Jahr geworden – dort ging alles abwärts: Umsatz, Absatz, Ertrag. Die Umsätze fielen um 16 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Nach einem kleinen Gewinn von 55 Millionen Euro im Jahr 2017 ist daraus im vergangenen Jahr ein Minus von 288 Millionen Euro geworden. Bentley hatte massive Probleme beim Start neuer Modelle und musste seinen Pensionsfonds umbauen.

Zugleich verkündete Volkswagen am Dienstagmorgen zusätzliche Anstrengungen in Sachen Elektromobilität. In den kommenden zehn Jahren werde der Konzern insgesamt 70 rein batteriegetriebene Elektrofahrzeuge auf den Markt bringen, bislang waren 50 geplant. Damit steigt auch die Zahl der E-Fahrzeuge, die der Konzern in der nächsten Dekade produzieren will: Sie erhöht sich von 15 auf 22 Millionen Exemplare.

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