Volkswagen-Konzern Audi-Chef Stadler vor dem Aus? VW weist Berichte zurück

Im April soll Rupert Stadler laut einem Bericht als Audi-Chef abtreten. Bei VW weist man diese Personalspekulation energisch zurück.
Update: 16.02.2018 - 10:31 Uhr 1 Kommentar
Audi-Chef Stadler vor dem Aus? VW weist Berichte zurück Quelle: AP
Rupert Stadler

Einem Bericht zufolge steht der Audi-Chef kurz vor der Ablöse.

(Foto: AP)

BerlinBei der krisengeschüttelten VW-Tochter Audi lässt ein Bericht über die bevorstehende Ablösung von Vorstandschef Rupert Stadler erneut die Wogen hoch schlagen. VW-Chef Matthias Müller, der den Audi-Aufsichtsrat leitet, schrieb am Freitag an die Mitarbeiter: „Geben Sie bitte nichts auf über Medien gestreute Personalspekulationen, die jeder Grundlage entbehren.“

Er reagierte damit auf einen Bericht der „Bild“-Zeitung, wonach Audi-Chef Stadler im April abgelöst werden solle. Ihm werde Missmanagement angesichts der Dieselaffäre vorgeworfen. Müller hob in dem Schreiben hervor, dass Audi „die volle Konzentration seines Managements und der gesamten Belegschaft unter der bewährten Führung von Rupert Stadler“ benötige.

Die Eigentümerfamilien, die Stadler bislang den Rücken gestärkt haben, wollten sich nicht äußern. Das Thema stehe derzeit nicht auf der Agenda, sagten Insider zu Reuters. Der Audi-Aufsichtsrat kommt nächste Woche zusammen. In den Reihen der Kontrolleure sorgte der Bericht für Verwunderung. Mehrere mit der Situation vertraute Personen sagten, sie hätten von einer in Kürze anstehenden Ablösung Stadlers nichts gehört.

Der 54-jährige Stadler, der Audi seit 2007 führt, steht seit Bekanntwerden der Abgasaffäre vor rund zweieinhalb Jahren und Audis Verwicklung darin enorm unter Druck. Kritiker werfen ihm vor, dass er bei der Aufarbeitung des Skandals eine unglückliche Figur abgebe. Über sein bevorstehendes Aus wird immer wieder öffentlich spekuliert; in der Vergangenheit wurden Berichte über seine Ablösung häufig kurz vor wichtigen Sitzung publiziert.

In den vergangenen Wochen sorgte der einst erfolgsverwöhnte Oberklasse-Autobauer erneut für Negativ-Schlagzeilen, als die Staatsanwaltschaft zu zwei Razzien ausrückte. Die Ermittler hatten bereits vor knapp einem Jahr die Konzernzentrale in Ingolstadt durchsucht. Stadler selbst blieb dabei unbehelligt. Auch bei internen Untersuchungen wurde Insidern zufolge kein belastendes Material gegen den Manager gefunden. Eine Sprecherin der Münchner Staatsanwaltschaft sagte am Freitag, die Ermittlungen dauerten unverändert an. Unter den Beschuldigten seien weder Stadler noch andere aktuelle oder ehemalige Audi-Vorstandsmitglieder.

Der Manager selbst betonte in der Vergangenheit, er wolle Audi aus der Krise führen und wieder nach vorne bringen. Weil neben dem Dieselskandal auch hausgemachte Probleme die Marke mit den vier Ringen hinter die Konkurrenz hatten zurückfallen lassen, wurde im vergangenen Sommer der halbe Vorstand ausgetauscht. Stadler blieb aber im Amt – Aufsichtsrat Wolfgang Porsche als Vertreter der Eigentümerfamilien stellte öffentlich klar, dass die Familie weiter hinter dem Audi-Chef steht. Diese Rückendeckung habe er nach wie vor, sagte ein Insider kürzlich. Eine andere Person mit Kenntnis der Vorgänge sagte, Müller habe hinter den Kulissen auf Stadlers Ablösung gedrängt, sei damit aber nicht durchgedrungen.

Die „Bild“-Zeitung berichtete, Stadler solle nach seiner Ablösung als Finanzchef in den VW-Konzernvorstand wechseln. Für diesen Posten war er schon lange vor Bekanntwerden des Abgasskandals gehandelt worden. Favorit für die Nachfolge an der Audi-Spitze ist dem Blatt zufolge der frühere Chef einer anderen VW-Tochter: Winfried Vahland. Der ehemalige Skoda-Boss war in den Wirren der Dieselaffäre zeitweise als VW-Chef gesehen worden, verließ aber das Unternehmen. In dem „Bild“-Bericht hieß es weiter, auch BMW-Entwicklungschef Klaus Fröhlich sei eine Alternative an der Audi-Spitze. Ein BMW-Sprecher dementierte dies am Freitag.

  • rtr
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1 Kommentar zu "Volkswagen-Konzern: Audi-Chef Stadler vor dem Aus? VW weist Berichte zurück"

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  • VOLKSWAGEN-KONZERN
    Audi-Chef Stadler vor dem Aus? VW weist Berichte zurück
    Im April soll Rupert Stadler laut einem Bericht als Audi-Chef abtreten. Bei VW weist man diese Personalspekulation energisch zurück.

    .....................

    kennen wir alles !!!

    Dem Mitarbeiter am band ausrechnen wie man Flexibel sein muß, wie man Rentabel sein muß, die Pausen streichen um Rentabilität des Produktionsortes gegenüber andere Werke zu steigern um in der Zukunft eher einen Neuen Modell zugeteilt zu bekommen, Krank gewordene Mitarbeiter ( nicht selten durch betriebliches Mobbing die mancher Mitarbeiter immer wieder sogar in den Suizid führen oder dessen versuches ) aber dann die Chefs die nichts Neues zustande bringen und sogar personal reduzierung provozieren solange am Platz halten wie es nur geht !!!

    Dabei aber dem deutschen staat mit seine 20%ige Beteiligung vorgaukeln daß die Zufriedenheit der Mitarbeiter einem wichtig wäre und man etwa in 74177 Neckarsulm der atraktivster Arbeitgeber der Region sei.

    Doch spätestens ab 50 sollte man gegangen sein oder zu mindestens einen Vertrag mit Hinsicht auf früher in rente zu gehen unterschrieben haben.

    Und die die ab dem 40sten Lebensjahr abgeschoben werden an die Jobcenter, bleiben ewig auf Staatskosten weil niemanden mit einem Audianer etwas anfangen will weil die alle anderen Arbeitgeber ängste haben einen ALLER WAHRSCHEINLICHKEIT NACH verschleißten Mitarbeiter übernehmen zu müssen.

    So sieht die Alltags Realität aus !!!



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